Spieletest: F-Zero GP Legend - Temporausch auf dem GBA
Neues Rennspiel in der legendären Nintendo-Reihe. Mit F-Zero: Maximum Velocity veröffentlichte Nintendo praktisch zeitgleich mit dem Game Boy Advance auch einen Titel in der legendären Rennspielreihe für das damals neue Nintendo-Handheld. Jetzt – mehr als drei Jahre später – bringt man das erneut verbesserte F-Zero GP Legend und sorgt einmal mehr für einen Geschwindigkeitsrausch der atemberaubenden Art.
Wie bei allen erfolgreichen Nintendo-Serien ist das Grundgerüst von F-Zero GP Legend mit dem früherer F-Zero-Spiele identisch: In futuristischen Gleitern rast man über eine Reihe verschiedener Kurse, hat einen Turbo zur Verfügung, um die ohnehin schon hohe Geschwindigkeit nochmals nach oben zu schrauben und kann zudem immer mal wieder Beschleunigungsfelder auf den Strecken nutzen, um endgültig dem Geschwindigkeitswahn zu verfallen. Bei all dem Gerase muss man allerdings den Zustand des eigenen Gleiters im Auge behalten – wer zu oft die Bande küsst, riskiert einen explosiven Abgang.
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Zum Erlernen der eingängigen und recht feinfühligen Steuerung empfiehlt sich eine Trainingsrunde oder ein kleines Match gegen die Uhr, bevor man sich dann den beiden Hauptmodi "Story" oder "Grand Prix" zuwendet. Den Story-Modus kennt man bereits vom F-Zero für den GameCube, und auch wenn die Herausforderungen hier meist recht typisch sind – fast immer gilt es, einen bis drei Kontrahenten in einem Rennen zu schlagen -, ist diese Option zumindest geeignet, mehr Atmosphäre ins Spiel zu bringen, da man hier auch mal die einzelnen Rennfahrer-Chrakatere besser kennen lernt.
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Die meiste Zeit verbringt man folglich im Grand-Prix-Modus, in dem zuerst drei Klassen zur Auswahl stehen und später dann noch eine vierte hinzukommt. Zwar ist der Fuhrpark zu Beginn noch recht klein, mit erfolgreichen Rennergebnissen kommen aber immer weitere Vehikel dazu; die Fahrzeugauswahl will dann vor jedem Rennen gut bedacht sein, schließlich unterscheiden sich die Gleiter in Sachen Tempo und Robustheit.
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Neben der Gleiterwahl gibt es noch eine weitere Option zur Einflussnahme: Mit Hilfe eines Schiebereglers lässt sich vor jedem Kurs einstellen, ob man eher Wert auf Höchstgeschwindigkeit oder eher auf Beschleunigung legt; je nachdem, ob eine Strecke eher kurvig ist oder mehr lange Geraden zu bieten hat, empfiehlt sich dann eine andere Einstellung. Um dieses Tunen kommt man übrigens nicht herum – vor allem in den späteren Grand-Prix-Rennen pendelt der Schwierigkeitsgrad beständig zwischen "unmenschlich" und "eigentlich gar nicht machbar", so dass auch Profis einige Versuche benötigen werden, um den Sieg zu erringen. Trotzdem schafft F-Zero GP Legend den Spagat und bleibt immer fair – der Frust hält sich also trotz allem im Grenzen.
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Optisch ist F-Zero GP Legend einmal mehr derart schnell, dass man fast gar nicht bemerkt, wie detailarm die Hintergründe sind – optische Pracht wurde hier ganz klar dem Geschwindigkeitsrausch geopfert. Auch akustisch bleibt die Reihe leider nur Mittelmaß, eine Hand voll Effekte und die nach kurzer Zeit sehr eintönig wirkende Hintergrundmusik verleiten nicht gerade dazu, den Lautstärkeregler bis zum Anschlag aufzudrehen.
Natürlich verfügt F-Zero GP Legend auch über einen Multiplayer-Modus für bis zu vier Spieler, für den fairerweise bereits ein Modul ausreicht. Besitzen allerdings alle vier Mitspieler das Original-Programm, ist die gebotene Optionsvielfalt deutlich größer.
Fazit: Beschränkt man sich nur auf die Optik, wäre bei F-Zero GP Legend sicherlich noch mehr drin gewesen; allerdings hat man nur beim Warten auf das Startsignal wirklich Zeit, die Kurse anzuschauen – danach rast man so unglaublich schnell über die Strecken, dass optische Details zur Nebensache werden. Dank fantastischem Spielgefühl und großem Umfang ist man mit diesem Rennspiel-Highlight für Stunden fantastisch unterhalten. Nur auf den mal wieder extrem harten Schwierigkeitsgrad sollten sich vor allem Anfänger schon vorab gefasst machen.