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Fraunhofer: Flache Kamera soll in Chipkarte passen

Insektenkamera ist nur 0,4 Millimeter dünn. Die Forscher am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF haben ein ultraflaches Kamerasystem entwickelt, das ähnlich wie ein Insektenauge funktioniert. Durch die Art der Konstruktion gelang es, einen Prototypen zu entwickeln, der eine Dicke von deutlich unter einem Millimeter hat.
/ Jens Ihlenfeld
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Wie bei Insekten mit vielen hundert Einzelaugen besteht die Kamera aus vielen Facetten. Jede einzelne besteht aus Linse sowie Fotozelle und filmt einen engen Winkel der Umwelt. Rechnerisch entsteht daraus das Gesamtbild. Zwar lassen sich damit keine besonders hohen optischen Auflösung erzielen, dafür kann eine solche Kamera extrem flach gebaut werden.

"Unsere neueren Prototypen sind bereits dünner als 0,4 Millimeter" , betont Andreas Bräuer, der in Jena den Bereich Mikrooptik leitet. Kameras mit herkömmlicher "Säugetieroptik", also etwa solche, die in Mobiltelefone eingebaut werden, haben mindestens eine Länge von sieben Millimetern.

Dabei haben die Forscher vor allem Anwendungen im Blick, in denen aufklebbare Sensorhäute ihre geringe Stärke ausspielen können. Bereits jetzt lassen sich diese wie Chips auf Wafern und damit in Zukunft kostengünstig fertigen.

Im nächsten Schritt geht es darum, die Kamera in industrietaugliche Serienmodelle umzusetzen. Wichtigster Schritt dabei ist, das Linsensystem mit Empfänger-Arrays zu verbinden, beispielsweise mit einem CMOS-Chip. Optik und Elektronik sollen dann zusammen in eine Chipkarte mit 0,8 Millimeter Stärke passen.


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