Infineon: Neuer Chip soll kleinere Netzteile ermöglichen
Typische Anwendungen für die CoolSET-F3-Chips seien integrierte Stromversorgungen für DVD-Spieler, LCD-Fernsehgeräte und digitale Videokameras sowie Netzteile für Notebooks und andere tragbare Elektrogeräte, so Infineon. Denn die Netzteile selbst seien bedeutende Stromverbraucher, da ein Teil der elektrischen Leistung in Wärme gewandelt wird; auch dann, wenn sie nur an die Steckdose angeschlossen sind, ohne dass das Gerät selbst gerade betrieben wird.
Die CoolSET-F3-Chipfamilie soll nun den Strom mit einem deutlich besseren Wirkungsgrad in Nutzenergie für den Betrieb der Geräte umwandeln. Auch im Stand-by-Betrieb sollen die Verluste mit 75 Milliwatt nur halb so hoch wie bei den besten bisher bekannten Netzteilen sein, verspricht Infineon.
Beispielsweise soll in einem typischen DVD-Spieler mit etwa 30 Watt Betriebsleistungsaufnahme die Stand-by-Leistungsaufnahme eines CoolSET-F3-Bausteins weniger als 100 Milliwatt betragen. Die europäische Energiekommission lässt bis zu 500 Milliwatt als maximalen Wert für Netzteile von 15 bis 50 Watt zu.
Die höhere Energie-Effizienz der Infineon-Chips soll auch den Bau von kleineren und leichteren Netzteilen erlauben, was vor allem für Benutzer von mobilen Geräten eine Gewichtseinsparung verspricht. Außerdem steht der Strom schneller und mit konstanter Stromstärke zur Verfügung, auch bei Spannungsschwankungen.
Der Infineon-Chip wird zunächst für Geräte bis zu einer Leistung von 100 Watt angeboten. Darunter fallen Notebooks, LCD-Monitore, DVD-Spieler oder Videokameras. Später soll die Palette ausgeweitet werden.



