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WOS3: Peer-to-Peer-Technik zur Rettung des Usenet?

DHT soll sich auch für andere Peer-to-Peer-Anwendungen gut einsetzen lassen, da es von Programmierern wie ein einzelner geteilter Netzwerkspeicher angesprochen werden kann, der zudem gut über eine große Zahl von Servern skaliert und robust gegenüber (Speicher-)Fehlern sein soll. Auch anonyme und zensurunanfällige Netze sollen sich so aufbauen lassen, allerdings ginge dieses auch bei anderen Systemen immer damit einher, dass die Zeit für das Finden und Übertragen von Daten enorm anwachse, während etwa Datenarchivierungs- und Backup-Systeme schneller reagieren müssten.

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Andersons Ansatz einer möglichen Lösung für bekannte Filsharing- und Peer-to-Peer-Probleme richtet sich zunächst an die Anreiz-Mechnismen von Peer-to-Peer-Systemen. Während aktuelle Filesharing-Systeme wie Freenet und Freehaven (beide auf DHT-Basis) beliebige Daten auf den Rechnern der Nutzer speichern und somit gleichberechtigt zu den Inhalten des Nutzers behandeln sowie Filesharing-Systeme wie Kazaa, eDonkey und Gnutella Daten auch aus völlig wiedersprechenden Interessensgebieten enthalten - Schulband-Musikmitschnitte neben Pornos - soll sich dies in künftigen Systemen ändern. Inhalte sollen dann laut Anderson kategorisiert getauscht werden und Anreizsysteme dafür sorgen, dass sich Teilnehmer in gleichgesinnten Gruppen zusammenfinden, da sie in diesen eher erhalten, was sie suchen. Ähnlich wie im Usenet schon heute könnten dann Fanclubs entstehen, die Inhalte untereinander austauschen, anstatt großer Netze, in denen die unterschiedlichsten Inhalte getauscht werden.

Diese so entstehenden Fanclubs hätten dann die Chance, sich beispielsweise mit den jeweiligen Künstlern über eine Kompensation zu einigen, statt sich etwa mit Vertretern der Musikindustrie auseinander zu setzen. Je mehr Ressourcen Nutzer dabei für eine Verteidigung des Netze gegen Attacken von außen bereitstellen, wie auch immer diese Attacken aussehen, je besser werden sie durch das Netz in Bezug auf ihre eigenen Präferenzen bedient. Dabei greife der von Anderson und Andrei Serjantov entwickelte Ansatz zur Nutzung der "Social Choice Theorie", so dass es möglich ist, auf ausgereifte Anreizsysteme zurückzugreifen. Die Nutzer erhalten dann laut Anderson mehr Kontrolle über das was sie tauschen.

Ein entsprechendes System wäre heutigen Peer-to-Peer-Systemen darüber hinaus in einem wesentlichen Punkt überlegen: Während die aktuellen Filsharing-Systeme recht gut darin sind, aktuelle und populäre Musik zu verteilen, sind sie als Archiv für alte oder aus der Mode gekommene Musik kaum zu gebrauchen, da nur Daten mit hohem Verbreitungsgrad leicht gefunden und schnell bezogen werden können.

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sundown 14. Jun 2004

"rettung des usenet" ....ja wer/was/wie bedroht es denn das es gerettet werden...

Tyrael 14. Jun 2004

Da hast Du Recht: Es gibt leider eine sehr verzerrte Wahrnehmung von P2P. Jedermann denkt...

donern 14. Jun 2004

Hm, ok. Klar kann man es auch legal nutzen, aber das passiert in den seltesten Fällen...

Tyrael 14. Jun 2004

Weil P2P Netzwerke durchaus sinnvoll sein können, z.B. um private Sachen (keine Porns...

donern 14. Jun 2004

nt


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