Für Bastler: Radeon X800 Pro zur X800 XT machen (Update)

Schon nach Lüfterdemontage soll zu erkennen sein, ob Bemühungen nützen

ATI hatte bereits zur Einführung seiner neuen Grafikchip-Topmodelle erklärt, dass die X800 Pro eine X800 XT mit geringerem Takt und vier deaktivierten Pixel-Pipelines darstellt. Nicht immer scheint es sich dabei um einen defekten X800 XT zu handeln, der nur zur X800 Pro taugt, was auch ATIs selbst verkündete gute Chip-Ausbeute vermuten lässt: Findigen Tüftlern ist es gelungen, X800-Pro-Grafikkarten mit etwas Fummelei und Garantieverlust zur vollwertigen X800 XT zu machen.

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Dazu müssen erst Lüfter und Kühlkörper abgelöst werden, um schließlich auf der Grafikchip-Platine eine Verbindung zwischen zwei dicht beieinander liegenden Punkten zu schaffen. Hierzu gibt es verschiedene Wege, etwa die Verwendung von Leitlack ("Conductive Pen") und dem Aufbringen einer Nagellack-Schutzschicht, wie es ein Artikel auf der Modding-Website PCUnleash.com beschreibt.

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Dort hat man in Zusammenarbeit mit dem koreanischen Entdecker des Mods auch herausgefunden, dass nicht jeder X800-Pro-Chip geeignet ist - und wie man dies im Vorfeld erkennt. Dazu muss zwar immer noch der Grafikchip freigelegt werden, aber anhand dessen Beschriftung soll sich erkennen lassen, ob sich weitere Bastelarbeit und das anschließende Flashen der Karten mittels X800-XT-BIOS lohnt.

Alle bisher erfolgreich gemoddeten X800-Pro-Chips sollen eine auf GAXXXX.1 endende Seriennummer haben und damit denen der XT-Karten ähneln. Pro-Karten, deren Grafikchips hingegen mit einer anderen Seriennummer-Endung versehen waren, machten Probleme bzw. liefen nicht - bis jetzt scheint diese Beobachtung nicht widerlegt zu sein. Hier kann dann wieder der Leitlack entfernt werden, wenn man es dennoch versuchen will.

Da die X800 XT höher getaktet ist als die X800 Pro, sollte natürlich auch überprüft werden, ob Chip und vor allem Speicher die höheren Taktraten mitmachen. Allerdings lassen sich die Taktraten mittels modifizierter Treiber auch nach unten korrigieren, so dass man immer noch von 16 anstatt zuvor 12 Pipelines profitiert, was laut PCUnleash.com ein merkliches Leistungsplus bringt. In einigen Foren geäußerte Befürchtungen, dass die gemoddete X800 Pro weniger Leistung hat als erwartet, haben sich mitterweile zerschlagen.

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Es steht zu vermuten, dass - ähnlich wie bei der Radeon 9500 - nur die erste Charge an X800-Pro-Grafikkarten so leicht oder überhaupt verändert werden kann. Im Netz ist seit Ende Mai 2004 eine rege Diskussion um X800-Pro-Umbau im Gange, mittlerweile sind auch verständliche Anleitungen und die oben erwähnte Erkennungshilfe für modifizierbare Grafikkarten auf verschiedenen Hardware-Sites veröffentlicht worden. So vielversprechend die Sache auch klingt: Experimentierfreudige sollten sich bewusst sein, dass die Garantie verloren geht und sie für Beschädigung ihrer Hardware selbst verantwortlich sind. Dafür gibt es dann aber auch einen Hauch von Abenteuer, was Nvidia im Gegensatz zu ATI bei seiner Hardware von vorneherein ausgeschlossen haben will.

Nachtrag vom 19. Juni 2004, 11:00 Uhr:
Glaubt man den Erfahrungsberichten im Xtreme-Systems-Forum, scheint das mit der Seriennummer doch keine sichere Aussage über die Aussicht auf Erfolg des Mods zu sein. Es ist also, wie bereits gesagt, Vorsicht angebracht. Bevor man sich den Stress macht, sollte vielleicht lieber gleich zu einer XT gegriffen werden, wenn einem die X800-Pro-Leistung nicht reicht.

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Breeze 11. Jun 2004

Ja toll ! Ich weiss noch zur Geforce 2 Zeit kamen die Karte 970 DM also ist das mit...

schweinetreiber 11. Jun 2004

das ist das Extreme an der Sache. 400,-€ muss man in der heutigen Zeit für eine...

leus 10. Jun 2004

Also, ich kann nur sagen, dass ich mir die 9800SE von Hercules geholt habe, und diese...

JTR 10. Jun 2004

Und funktionierte in den seltesten Fällen, vorallem stabil! Ne ich bezahl lieber den...



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