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P2P-Radio für MP3- und WMA-Streams

Mercora P2P Radio soll legal abgesichert sein. Unter dem Namen Mercora(öffnet im neuen Fenster) startet in den USA ein P2P-Netzwerk, das neben dem Austauschen von Informationen vor allem ein P2P-Radionetz bilden soll. Nutzer von Mercora haben die Möglichkeit, private MP3- und WMA-Streams mitzuhören und selbst anzubieten.
/ Thorsten Wiesner
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Laut den Betreibern soll es sich dabei um ein vollkommen legales Angebot handeln - man habe hierzu eine rechtliche Genehmigung für einen nicht interaktiven Webcast von digitalen Audiodateien gemäß dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) erhalten.

Allerdings müssen sich die Nutzer des Services auch zu einigem verpflichten, damit der Service legal bleibt: So sind unter anderem keine Programmankündigungen erlaubt. Darüber hinaus darf man über die Mercora-Software nur solche MP3s und WMAs selber zum Streamen bereitstellen, die man von legal erworbenen Audio-CDs gerippt hat - bei Tauschbörsen wie Kazaa erworbene Musik hingegen soll nicht angeboten werden.

Die Macher von Mercora betonen, dass sie auf Grund von Lizenzen mit ASCAP, BMI und SESAC die Aufführungsrechte für die Ausstrahlung sämtlicher über Mercora gestreamter Musik erworben haben; die Zahlung von Urheberabgaben würde komplett durch die Betreiber abgewickelt werden. Wer selbst einen Stream anbiete, müsse sich darüber keine Gedanken machen. Finanzieren will man dies wohl unter anderem durch Affiliate-Programme - wer Mercora nutzt, muss sich also auch auf die eine oder andere Werbeeinblendung gefasst machen.

Unklar bleibt allerdings, inwiefern die Nutzung des Mercora-Clients auch in Deutschland legal ist - schließlich nennen die Betreiber nur die für die USA erworbenen Ausstrahlungslizenzen.


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