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Spieletest: Serious Sam Next Encounter - Geballer ohne Ende

Umsetzung für PlayStation 2 und GameCube. Nachdem die Serious-Sam-Reihe mit ihrer unkomplizierten Art und Weise bereits Shooter-Fans auf PC und Xbox zufrieden stellte, bringt Take 2 mit Serious Sam Next Encounter nun auch eine Umsetzung für PlayStation 2 und Xbox. Am Gameplay hat sich natürlich nichts geändert: Man greift zur Waffe und malträtiert stundenlang ununterbrochen den Feuerknopf.
/ Thorsten Wiesner
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Die Hintergrundgeschichte hat man sich der Einfachheit halber fast komplett gespart, letztendlich spielt das aber sowieso keine Rolle – sämtliche Story-Fetzen hätten bei diesem Gameplay sowieso nur eine Alibi-Funktion erfüllt. Letztendlich geht es schlicht und ergreifend darum, in der Rolle von Sam riesige Horden von Monstern aus dem Weg zu räumen, wobei man hierzu antike Schauplätze wie das alte Rom aufsucht, sich in Atlantis seinen Weg freischießt oder in riesigen Gebäuden fröhliches Monster-Metzeln betreibt.

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Der Ablauf ist dabei von Level zu Level identisch: Hat man ein neues Areal betreten, schließen sich sämtliche Türen und Ausgänge und sofort stürmen die Kontrahenten auf den Spieler zu. Hat man dann alles aus dem Weg geräumt, wird ein neuer Ausgang geöffnet – und das Ganze geht von vorne los. Wer die PC-Titel gespielt hat, wird allerdings bemerken, dass das Spieltempo bei Next Encounter ein wenig heruntergeschraubt wurde – die Monster sind langsamer unterwegs, zudem gibt es auf allen Schwierigkeitsstufen mehr Munitions- und Energienachschub, was dem Titel leider ein bisschen Spannung und Tempo nimmt.

Witzig ist dafür die Spezialfähigkeit, die Sam durch das schnelle Erledigen vieler Gegner erhält – für ein paar Sekunden erhöht sich dann seine Geschwindigkeit und seine Feuerkraft, so dass er vorübergehend auch fixe Monster problemlos einholen und ausschalten kann.

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Wer ungerne alleine spielt, kann die Kampagne auch zu zweit im Koop-Modus bewerkstelligen, zudem gibt es ein paar Deathmatch-Karten für Mehrspieler-Gefechte. Der Multiplayer-Modus ist prinzipiell auch der einzige wirkliche Unterschied zwischen GameCube- und PS2-Version: Während Sony-Spieler online gegen Kontrahenten antreten dürfen, sind Nintendo-Nutzer auf die Freunde im eigenen Wohnzimmer angewiesen.

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Zur Grafik lässt sich leider wenig Positives sagen – mal abgesehen davon, dass die Frame-Rate auch bei vielen Gegnern oder per Splitscreen beachtlich konstant bleibt. Ansonsten ärgert man sich über verwaschene und nicht wirklich schöne Texturen und Monster, die teilweise so hässlich sind, dass man fast das Gefühl hat, ihnen durch das Erschießen einen Gefallen zu tun. Über die Soundkulisse lässt sich kaum Besseres vermelden – ein bisschen Alien-Gekreische hier, ein paar Maschinengewehrgeräusche da, und das war es auch schon.

In puncto Preisgestaltung muss man Take 2 allerdings ein Lob aussprechen – sowohl GameCube- als auch PS2-Version sind im Handel für knapp 30,- Euro erhältlich, man versucht also nicht, eine aufgewärmte Portierung zum Vollpreis zu verkaufen. Die USK-Einstufung liegt bei 16 Jahren.

Fazit:
Für ein bisschen hirnloses Geballer zwischendurch ist Serious Sam sicherlich auch auf PlayStation 2 und GameCube geeignet, wirklich überzeugen kann das Spiel aber leider nicht – die eher fade Präsentation drückt ebenso auf die Stimmung wie das gedrosselte Spieltempo.


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