Interview: Ragnarok - Populäres Rollenspiel jetzt in Europa
Kaspers: Vor drei Jahren ist die erste Beta-Phase in Asien gestartet. Sie haben sich erst dem nahen asiatischen Raum zugewandt, dann Amerika und nun Europa.
Golem.de: Durch die lange Verzögerung wirkt Ragnarok aus technischer Sicht heute schon ein wenig antiquiert – vor allem die Grafik ist nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Hat man keine Angst, potenzielle Spieler auf Grund der mageren Präsentation abzuschrecken?
Golem.de: Ragnarok Online setzt auf einen gewissen Manga-Comic-Charme, der in Asien natürlich sehr populär ist, für europäische Spieler aber eher ungewohnt sein dürfte. Wie zuversichtlich ist man, dass sich europäische Spieler auf den asiatischen Look des Spiels einlassen?
Golem.de: Ein Großteil der Popularität von Ragnarok ensteht durch die beständigen Updates und neuen Features, in deren Genuss Spieler in Asien beständig kommen. Hinkt die europäische Version der asiatischen hinterher oder werden alle neuen Features, die man in Asien zu Gesicht bekommt, auch sofort in Europa umgesetzt?
Wir werden aber nicht alles sofort umsetzen, da es teilweise auch von der Level-Struktur der Spieler keinen Sinn ergibt. Aber wir werden alle zwei bis drei Monate ein großes Update machen, wo wir auch teilweise verschiedene Updates zusammenfassen. Von der Client-Seite sind wir immer ganz aktuell auf dem asiatischen Stand.
Golem.de: Große Relevanz bei Ragnarok spielt die Fokussierung auf die Community, die beständig neue Events und Turniere veranstalten kann. Was für Events sind das, die angeblich bei den asiatischen Spielern so gut ankommen?
Golem.de: Wie heben sich die Events denn von denen der konkurrierenden Spiele ab?
So wurde zum Beispiel am Valentinstag nach Aufforderung vom Radio ein Herz aus Spielern im Spiel gebildet oder wir haben eine Karawane gestartet – von einer Stadt zu einer anderen -, bei der bei einem bestimmten Musikstück ein Angriff von Monstern einsetzte. Besonders das Medium Internet-Radio eignet sich hervorragend, Events mit einer ganz neuen Interaktionsmöglichkeit zu machen.
Golem.de: Wie stark können Spieler auf die Welt einwirken – haben die Events direkte Auswirkungen auf die Welt? Und wie werden Spieler auf die Events aufmerksam gemacht?
Kaspers: Die derzeitigen Events haben keinen direkten Einfluss auf die Spielwelt. Die Spieler machen wir über unsere Homepage, durch einen Server-weiten Aufruf wie auch über das Internet-Radio auf die Spiele aufmerksam.
Golem.de: Inwiefern ist der Spieler auf die Community angewiesen, um sich im Spiel zurechtzufinden? Zumindest in der Beta scheint es im Spiel selbst nicht allzu viele Hinweise für Einsteiger zu geben – dient die offizielle Website hier als Ersatz für ein Ingame-Hilfesystem?
Kaspers: Am Anfang des Spieles gibt es ein etwa zehnminütiges Tutorial zum Spiel. Des Weiteren gibt es über GM-DE (einfach GM-DE anwhispern) eine Möglichkeit, im Spiel direkt mit den Gamemastern in Kontakt zu treten. Auch gibt es eine Gilde mit dem Namen euRO-Helper, die in allen Städten unterwegs ist und sich Neulingen annimmt.
Wir haben ein Chat-System auf der Homepage, welches direkten Kontakt zum Team und anderen Spielern erlaubt. Die offizielle Webseite wird zurzeit um viel Content erweitert, der bald online geht und so neben den zahlreichen Fanpages wie rns.gamaona.de auch mehr Hilfe anbietet.
Golem.de: Ragnarok hat wie angesprochen bereits drei Jahre auf dem Buckel; zudem gibt es ein paar Dinge, über die Spieler sich beschweren – etwa die relativ wenigen Wahlmöglichkeiten zur äußeren Gestaltung seines eigenen Charakters. Gibt es daher eventuell bereits Pläne für Ragnarok 2?
Kaspers: Es gibt schon Pläne für Ragnarok 2, aber das liegt noch in ferner Zukunft. Viele Dinge werden noch in Ragnarok verändert. Wie auch zum Beispiel mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die Charaktere.



