Siemens: HiMed-Medienterminal für behinderte Menschen
Mit dem Medienterminal kann der Nutzer fernsehen, Radio hören oder telefonieren. Integriert ist auch ein System für die Fernbedienung etwa des Lichts oder der Jalousien. Es können auch verschiedene Audio- und Videoquellen angeschlossen werden. Das System ist erweiterbar für den Internetzugang oder das Intranet etwa eines Krankenhauses. Der Patient kann bei Bedarf zudem den Schwesternruf auslösen.
Die Anwendungen verfügen über ergonomisch angeordnete Großtasten, damit sie auch für Patienten mit eingeschränkter Motorik leicht zu bedienen sein sollen. Die Befestigung an einem schwenkbaren Wandarm ermöglicht die Nutzung des Terminals in jeder beliebigen Sitz- und Liegeposition. Menschen mit Lähmung beider Arme und Beine steuern die Funktionen des Medienterminals über ein kleines Blasrohr mit Pust- oder Saugbefehlen. Dabei können sie ein Headset als Stereo-Kopfhörer für das Fernseh- und Radioprogramm nutzen. Bei einem ankommenden Anruf schaltet das System automatisch auf die Telefonfunktion um.
Das Siemens-Gerät erleichtert auch sprachbehinderten Menschen die Kommunikation: Mit Hilfe einer speziellen Software können sie E-Mails schreiben und im Internet surfen. Gesteuert wird die Software per Trackball mit dem Kinn.
Erste Geräte des Multimedia-Terminals sind seit einigen Monaten in der Unfallklinik Murnau/Oberbayern im Einsatz. Es ist jedoch nicht nur für den Klinikbetrieb geeignet. Behinderte Menschen können es auch zu Hause nutzen.



