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Fühlbare Noten-Ausdrucke für Blinde (Update)

Taktile Drucke Augsburg (TDA) druckt Musik zum Anfassen

Mit einer speziellen Wachstinte ermöglichen Studenten der Fachhochschule Augsburg nun fühlbare Notenblätter-Drucke für Blinde und Sehbehinderte. Im Gegensatz zu herkömmlichen Notenblättern, die nur von normalsichtigen Menschen gelesen werden können, machen die Ausdrucke des Projekts Taktile Drucke Augsburg (TDA) Musiknoten fühlbar.

Auf der Projektseite heißt es dazu: "Uns ist es möglich, beliebige Notenbilder zu drucken in taktiler Form mit Hilfe von Wachstinte. Die Ausdrucke sind direkt für blinde oder sehbehinderte Menschen lesbar. Interessant ist diese Art des Lesens für blinde Musiker oder Sänger und allen an Musik interessierten Menschen."

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Links herkömmliche Tinte, rechts die Wachstinte
Links herkömmliche Tinte, rechts die Wachstinte

Während herkömmliche, meist wässrige Tinte vom Papier aufgesaugt wird und eine plane, nicht fühlbare Oberfläche hinterlässt, dringt die von TDA eingesetzte Wachstinte nicht ins Papier ein und formt eine gewölbte Kontur auf dem Papier. Diese gewölbte Kontur soll mit den Fingerspitzen fühlbar sein. Auch normaler Schrift- und Braille-Text soll sich mit der TDA-Technik auf Papier drucken lassen, zudem sind nicht nur Schwarz-Weiß-, sondern auch Farbausdrucke möglich.

Der Druck einer Seite soll zwischen 1 bis 2 Minuten dauern und die Tinte sofort trocknen. Damit die Strukturen - insbesondere Schrift - besser erfühlt werden können, muss das zu Druckende um das 2,5fache vergrößert und so die Notenblätter idealer Weise quer bedruckt werden. Eingesetzt werden könnte die Technik zudem nicht nur für Notenblätter und Schrift, sondern etwa auch für Hallen- und Schaltpläne oder gar Vorschullernmaterial mit haptischer Unterstützung zum besseren Lesen- und Schreibenlernen, so das TDA-Team gegenüber Golem.de.

Wegen der Wachstinte müssen die bedruckten Blätter sorgsamer behandelt werden als herkömmliche, nicht fühlbare Ausdrucke: Das Wachs muss vor Hitzeeinwirkung wie etwa längerer Sonneneinstrahlung geschützt werden, zudem sollten die Notenblätter nicht eingerollt, geknickt oder zerkratzt werden, da sich sonst der Wachsauftrag vom Blatt löst.

TDA bietet Interessenten kostenpflichtige Ausdrucke von Notenblättern an, wobei die Arbeitszeit und Menge der verwendeten Wachstinte den Preis bestimmen. Näheres dazu findet sich auf der Projekt-Homepage. Man darf gespannt sein, ob der vom Team der FH Augsburg entwickelte Blindenschrift-Drucker auch einmal als marktreife Version angeboten wird.


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Pit 08. Jun 2004

Schon mal Versucht in Papier eine Linie mit Nadeln zu prägen? Mit einzelnen Punkten...

Martin 07. Jun 2004

Schon, aber im Artikel ist von Papier die Rede. Alles klar. Martin

moppi 07. Jun 2004

ja das hier um normal papier geht das ist mir schon bewusst aber normale blinden schrift...

Martin 07. Jun 2004

Ja, das mit der Lautstärke könnte sein, aber man könnte den Lärm auch mit Schutzhauben...

Martin 07. Jun 2004

Plastik? Es geht doch um Nadeln bzw. Wachs. Ich weiß jetzt nicht, was du mit Plastik...



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