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Intel: Die Zukunft des BIOS ist Open Source

BIOS-Nachfolger steht unter der CPL und wird auf CollabNet gehostet. Intel will zusammen mit CollabNet den grundlegenden Code seiner Firmware der nächsten Generation als Open Source unter der Common Public License (CPL) anbieten. Die Software soll das mittlerweile 20 Jahre alte BIOS (Basic Input-Output System) ersetzen. Die Software steuert den PC in der Pre-Boot-Phase, also in der Zeit zwischen Einschalten und Laden des Betriebssystems.
/ Jens Ihlenfeld
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Der so genannte "Foundation Code" ist ein Ergebnis von Intels Projekt "Tiano", in dessen Rahmen ein Nachfolger für das BIOS auf Basis aktueller Software entwickelt wurde. Der Code soll nun um weitere Funktionen und Dienste erweitert werden, beispielsweise um Administrations-Schnittstellen, die zu komplex für das bisherige BIOS sind.

Komplette Firmware-Produkte auf Basis der neuen Technik sind von den BIOS-Herstellern American Megatrends Inc. (AMI) und Insyde Software erhältlich.

Intel will neben dem "Foundation Code" auch ein Entwickler-Kit für Firmware-Treiber zur Verfügung stellen. So wolle man sicherstellen, dass die modernen, in C geschriebenen Treiber mit Chips verschiedener Hersteller zusammenarbeiten. Die verwendete Open-Source-Lizenz erfordert es, jede Änderung am Foundation-Code selbst sowie am Entwickler-Kit der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Auch Microsoft beteiligt sich an der Entwicklung und will sein kommendes Desktop-Betriebssystem mit EFI-Boot-Unterstützung ausstatten. Intels Projekt Tiano ist eine Implementierung des Extensible Firmware Interface (EFI), repräsentiert mehr als 200 Mann-Jahre Entwicklungsarbeit und entstand in Intels Software-Center in Shanghai (China) sowie Intels Software-Laboren in Oregon und Washington.

Noch in diesem Jahr soll der Code über CollabNet erhältlich sein.


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