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Mobility Radeon X600 - PCI-Express-Grafikchip fürs Notebook

ATI stellt auch passendes PCI-Express-Austauschmodul "AXIOM" vor. Bisher gilt ATIs Mobility Radeon 9700 (M11) als schnellster Notebook-Grafikchip, nun hat ATI mit dem Mobility Radeon X600 (M24) dessen Nachfolger vorgestellt. ATI zufolge handelt es sich dabei um den ersten PCI-Express-Grafikchip, der einige interessante Funktionen nicht nur im Stromsparbereich mit sich bringt. Als Konkurrenz zu Nvidias Grafikkarten-Modul-Vorschlag MXM versucht ATI gleich ein universell einsetzbares PCI-Express-Modul namens AXIOM für Desktop-Ersatz-Notebooks zu etablieren.
/ Christian Klaß
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ATIs Mobility Radeon X600 bietet zwei Vertex-Shader- und vier Pixel-Shader-Einheiten (beide Shader-2.0-kompatibel), verfügt über eine 128-Bit-Speicherschnittstelle und kommt in drei Versionen: entweder als diskreter Grafikchip mit externem Speicher, als Grafikchip mit 64 MByte (4 x 16 MByte) oder 128 MByte (4 x 32 MByte) DDR-Speicher direkt auf der kleinen Flexfit-Platine, auf der sich auch der Mobility Radeon X600 befindet. Die Mobility Radeon X600 entspricht von den Features einer aufgewerteten Mobility Radeon 9700, so dass die Taktraten ähnlich bis identisch sein dürften.

Strom gespart wird beim Mobility Radeon X600 durch Low-K-Dielectric-Fertigung und ATIs erweiterte Stromspartechnik PowerPlay 5.0. Letzteres ermöglicht eine Steuerung der Hintergrundbeleuchtung des LCDs und bringt PCI-Express-Stromspar-Modi mit sich. Auch die Darstellungsqualität will ATI im Vergleich zu den Vorgängern verbessert haben: Mittels "LCD Enhancement Engine" (LCD-EE) sollen nicht nur höher auflösende Breitbild-Displays angesteuert und eine bessere Bildskalierung ("RMX III") geboten, sondern bei der Video-Wiedergabe auch die LCD-Trägheit eingerechnet und das Bild entsprechend aufbereitet werden. Auf Beispiel-Screenshots zeigt ATI, dass dies z.B. Laufschriften im Fernsehbild schärfer erscheinen lässt.

Damit Hardware-Designer PCI-Express leichter in Notebooks integrieren können, will ATI mit AXIOM (Advanced eXpress I/O Module) eine Hilfestellung geben. Die Modul-Spezifikation soll es Herstellern ermöglichen, PCI-Express ohne lange Entwicklungszeit flexibel in Notebooks nutzen zu können - nicht nur für Grafikkarten, sondern auch für andere Steckmodule mit vorgegebenen Formfaktoren. Für Industrie-Hardware soll sich die Modulform und -größe jedoch auch ändern lassen. ATI zufolge lassen sich so auch Notebooks mit Onboard-Grafik entwickeln, die per AXIOM erweitert werden können.

Der Einsatz von ATIs mobilem PCI-Express-Grafikchip Mobility Radeon X600 und AXIOM soll von Notebook-Herstellern wie Acer, Arima, Asus, Clevo, ECS, eMachines, FIC, Gateway, HP, Inventec, LG, Mitac, Samsung, Quanta, Uniwill und Wistron geplant sein. Noch sind allerdings keine Geräte angekündigt.


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