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Spieletest: Celtic Kings - Sandalen-Strategie

Celtic Kings: The Punic Wars von Pointsoft für PC. Im Strategiespiel Celtic Kings: The Punic Wars führt man neben den Römern, Karthagern und Iberern auch die Gallier in den Krieg. Das Spiel zeigt eine nicht veränderliche isometrische Ansicht des Geschehens an, die auch nicht gezoomt werden kann, was der Übersichtlichkeit schadet und an Spiele der 90er-Jahre erinnert. Eine Miniaturkarte gleicht das Manko zwar nicht aus, erlaubt aber wenigstens die grobe Lokalisierung eigener und gegnerischer Einheiten.
/ Andreas Donath
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In Celtic Kings: The Punic Wars kann man allerdings durch den Verzicht auf eine 3D-Engine mit erheblich mehr Einheiten in den Kampf ziehen als in anderen Genrevertretern, was den Spielspaß erheblich steigert. Mehrere hundert Krieger können sich auf dem Spielfeld befinden, ohne dass herkömmliche Spielerechner dabei in die Knie gehen.

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Das Spiel greift die punischen Kriege und damit den Kampf zwischen Rom und Karthago auf, was auch den Inhalt der Kampagnen bestimmt. Jede Kampagne ist zwar nur eine Hand voll Missionen lang, doch diese haben es in sich, denn leicht ist Celtic Kings: The Punic Wars mit Sicherheit nicht. Auf Grund der riesigen Karten dauern die Missionen, die durchweg in Echtzeit ablaufen, auch erheblich länger als bei ähnlichen Spielen.

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Neben dem Kampagnenmodus kann man noch mehrere Einzelspiele und eine beliebige Anzahl durch Zufall erstellte Karten bespielen oder sich mit maximal acht Mitstreitern im Kampf messen.

Oberflächlich betrachtet unterscheiden sich die Einheiten der einzelnen Parteien außer in der Optik nicht besonders – überall gibt es natürlich Fußsoldaten, Bogenschützen und Speerwerfer, Berittene und Wunderheiler, doch gibt es erhebliche Differenzierungen bei der Leistungsfähigkeit des gleichen Einheitentyps zwischen den Parteien. Viele Einheiten haben außer ihrer Primärwaffe noch eine Spezialfähigkeit, die – geschickt eingesetzt – erheblichen Schaden beim Gegner anrichten kann. Die Taktik im Kampf besteht darin, möglichst passende Angreifer-Verteidiger-Paare zusammenzubringen, so dass man beispielsweise einen Reiterpulk mit Lanzenträgern angreift, die zwar preiswert, aber auch effektiv eingesetzt werden können. Mit den Magiern, die jede Seite aufbieten kann, lässt sich das Spiel noch interessanter gestalten, da diese nicht nur eigene Einheiten heilen, sondern beispielsweise auch die Pest über den Gegner bringen können.

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Celtic Kings: The Punic Wars ist kein richtiges Aufbauspiel – der Gebäudebau ist nicht möglich. Vielmehr bekommt man auf den Karten die entsprechenden Häuser gleich mitgeliefert und kann auch die des Gegners übernehmen. Mehrere Technologiebäume sorgen dafür, dass durch den geschickten Einsatz von Ressourcen unterschiedliche Strategien verfolgt werden können.

Die Kampfeinheiten können alleine losschlagen, doch viel besser kämpfen sie unter dem Banner eines Helden, der als Anführer fungiert und auch Angriffsformationen bestimmen kann. Außerdem steigert sich dadurch die Übersichtlichkeit des Schlachtfeldes. Alle Einheiten gewinnen an Erfahrung, je öfter sie erfolgreich im Kampf eingesetzt wurden oder in der Trainingsarena geübt haben. Damit man nicht vollends die Übersicht verliert, gibt es eine große Übersichtskarte, auf der die eigenen und gegnerischen Einheiten dargestellt werden, auf der Marschrichtungen und Versorgungswege festgelegt und Strategien geplant werden können.

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Das Ressourcen-Management ist recht simpel aufgebaut – außer um genügend Gold und Nahrung muss man sich um nichts kümmern. Die Nahrungsversorgung umherziehender Truppen beeinflusst positiv deren Marschgeschwindigkeit und Selbstheilungskraft nach überstandenen Kämpfen. Eine selten anzutreffende Finte des Spiels besteht darin, dass die Ressourcen auch tatsächlich dahin transportiert werden müssen, wo sie verbraucht werden sollen. So muss man von reichen Städten Maultier-Gespanne losschicken, um sie zu weniger gut ausgestatteten Standorten zu bringen. Diese Versorgungswege zu kappen ist damit auch gleich eine gute Möglichkeit, einen Gegner, der eine zu weite ungesicherte Expansion betrieben hat, in die Flanke zu fallen und ihn nachhaltig zu schädigen. Nahrung wird durch Bauern produziert, die es natürlich ebenfalls zu schützen gilt.

Stehen schiffbare Gewässer zur Verfügung, kann man den Ressourcentransport mit Hilfe von in Werften zu bauenden Schiffen auch auf dem Wasserweg erledigen. Bei den riesigen Karten sind auch Höhlengänge, die nur aus einem sichtbaren Ein- und Ausgang bestehen, taktisch interessant. Schickt man seine Einheiten dort hinein, können sie große Distanzen im Nu überschreiten – so kann man allerdings auch unvermittelten Besuch vom Gegner bekommen, weshalb es diese Höhleneinstiege gut zu bewachen gilt.

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Die Gegnerintelligenz des Spiels ist sehr gut ausgebildet und sorgt dafür, dass geschwächte Verbände fliehen, Verteidigungsschwachpunkte ausgenutzt und Armeen ressourcen- und auftragsgerecht auf- und ausgebaut werden. Weniger gut steht es um die Intelligenz der eigenen Einheiten, die schon mal vergessen, dass der Gegner in unmittelbarer Nähe steht und dann teilnahmslos herumstehen. Auch an der Wegfindung ist einiges zu bemängeln.

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Das optische Geschehen in Celtic Kings: The Punic Wars ist nicht mehr zeitgemäß. Damit ist nicht nur die recht grobpixelige und auf weiten Strecken langweilige Grafik gemeint, sondern auch der Umstand, dass es keine Auflösungen jenseits von 1.024 Pixeln gibt und der Zoom-Modus vergessen wurde. Die Geräuschuntermalung ist unspektakulär und dürfte von den meisten Spielern bald stumm geschaltet werden. Zu eintönig sind die Statusmeldungen der Soldaten, zu monoton die Hintergrund- und Kampfgeräusche.

Für das Spiel sollte man mit einem 1-GHz-Prozessor, 256 MByte RAM und einer durchschnittlichen Grafikkarte auskommen. Celtic Kings: The Punic Wars besitzt eine USK-Freigabe ab zwölf Jahren.

Fazit:
Hätte man bei der Entwicklung des Spiels auch die optische und akustische Präsentation auf das Niveau der eigentlichen Spielfunktionen gebracht, hätte aus Celtic Kings: The Punic Wars auf Grund der zahlreichen taktischen und strategischen Optionen ein durchaus gutes Spiel werden können; doch leider wurde hier gepatzt. Einige Probleme bei der Wegfindung und der Einheitenintelligenz könnten vielleicht zumindest noch mit einem Patch ausgemerzt werden.


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