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Spieletest: Transformers - Spielzeug-Roboter als Videospiel

Atari bringt Lizenztitel für die PlayStation 2. Wie man eine berühmte Lizenz zu einem miserablen Spiel machen kann, hat Atari in letzter Zeit mehrmals eindrucksvoll bewiesen – etwa mit Enter The Matrix oder den wirklich grauenhaft schlechten Terminator-3-Spielen. Offensichtlich ist man aber auch bei Atari bemüht, aus Fehlern zu lernen – die kürzlich erschienene Videospielumsetzung der Transformers für die PlayStation 2 ist jedenfalls ein Lizenzspiel der Art, wie man es sich viel häufiger wünschen würde.
/ Thorsten Wiesner
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Wer die Transformers-Reihe noch aus den Achtzigern kennt oder vielleicht die seit kurzem im Spielzeughandel erhältliche Neuauflage Transformers Armada mal zu Gesicht bekommen hat, kennt wahrscheinlich die grundsätzliche Geschichte hinter der Roboter-Reihe von Hasbro: Prinzipiell geht es um zwei Roboter-Rassen – die gutmütigen Autobots und die fiesen Decepticons -, die sich seit Urzeiten immer und immer wieder bekriegen. Schauplatz ihrer Schlacht ist diesmal die Erde: Es tobt ein erbitterter Kampf um die so genannten Mini-Cons, kleine Mini-Roboter, die sich die Transformers als Waffe und Zusatzausrüstung einverleiben können.

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Vor Spielbeginn entscheidet man sich zunächst für einen von drei spielbaren Autobots – die bösen Decepticons können leider nicht gespielt werden, sondern warten nur als Gegner auf den Spieler. Die zur Auswahl stehenden Optimus Prime, Red Alert und Hot Shot sind prinzipiell alle gleich gut für den Kampf gerüstet, unterscheiden sich aber ein wenig hinsichtlich solcher Attribute wie Schnelligkeit und Wendigkeit. Gesteuert werden aber alle in bester Third-Person-Shooter-Manier: Per linkem Analog-Stick bewegt man die Roboter, mit dem rechten Stick hingegen ändert man die Sicht und visiert die Gegner an.

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Per Knopfdruck kann zudem in die Ego-Sicht geschaltet werden, aus der man Gegner besser anvisieren kann, gleichzeitig aber auch träger in den Bewegungen wird. Ohnehin ist die Steuerung der Transformers recht behäbig – bedenkt man, dass es sich hier um riesige Roboter handelt, mag das zwar realistisch sein, trotzdem nervt es, wenn man feindlichen Schusssalven ausweichen will und nur langsam vom Fleck kommt.

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Zu Beginn verfügt der eigene Roboter nur über eine leichte Feuerwaffe, im Laufe der Zeit baut man die Schussfähigkeiten durch Einsammeln von Mini-Cons aber aus. Hat man ein neues Mini-Con wie etwa die zielsuchenden Raketen eingesammelt, kann man es entweder an die eigene Basis schicken und in einer der späteren Missionen verwenden oder direkt ausrüsten und auf eine der Schultertasten legen. Insgesamt kann man so in jeder Mission bis zu vier Mini-Cons mitnehmen, wobei die Kombination durchaus gut überlegt sein will – manche Waffen zehren stärker am eigenen Energievorrat und passen daher schlecht zu anderen Stromfressern.

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Den Namen Transformers tragen die Roboter natürlich nicht umsonst – per einfachem Knopfdruck lassen sie sich auch verwandeln. Je nachdem, welchen Charakter man gewählt hat, transformiert man in einen Sattelschlepper, einen Geländewagen oder einen Sportwagen. Die einzelnen Vehikel lassen sich recht einfach steuern, schade ist allerdings, dass man von ihnen nur selten Gebrauch machen muss – manchmal spart es Zeit, längere Wege in den riesigen Leveln auf Rädern zurückzulegen, meist ist man aber ohnehin in Gefechte verwickelt und hat keine Möglichkeit zum Fahren. Schade ist auch, dass alle drei Autobots eben nur in Autos verwandelt werden können – andere Fahrzeuge hätten hier durchaus für noch mehr Spaß sorgen können.

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Optisch ist Transformers voll und ganz gelungen – die weiten Areale sind sehr liebevoll gestaltet, und auch die Modellierung der Roboter überzeugt. Zahlreiche Grafik- und Soundeffekte sorgen für Stimmung, einzig die deutsche Synchronisation nervt manchmal – das Ganze klingt oft unnötig gestelzt.

Transformers ist ab sofort für die PlayStation 2 im Handel erhältlich. Umsetzungen für andere Systeme sind bisher nicht angekündigt.

Fazit:
Endlich mal ein wirklich gutes Lizenzspiel – aus der Transformers-Vorlage hat Atari, wenn auch nicht das Maximale, so doch zumindest einen ziemlich guten Third-Person-Shooter herausgeholt. Auch wer die Transformers nicht kennt, kann mit diesem Spiel viel Spaß haben: Die zahlreichen Mini-Cons geben viel Raum für taktische Spielereien, das Verwandeln in Fahrzeuge sorgt für zusätzliche Abwechslung, und die riesigen Level mit ihren fordernden Endgegnern können auch dem verwöhnten Auge noch einiges bieten.


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