SCO: FSF soll ihre Kommunikation offen legen
Im Einzelnen soll die FSF ihre gesamte Kommunikation mit IBM in Bezug auf Unix, AIX, Dynix, Linux und SCO offen legen. Zudem sollen Dokumente sowie die gesamte Kommunikation zu GPL-Verletzungen und möglichen GPL-Verletzungen, die der FSF bekannt sind, zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt auch für alle internen Regelungen bezüglich der Durchsetzung der GPL und der diesbezüglichen Kommunikation mit Richard Stallman, Eben Moglen und Linus Torvalds.
Weiterhin verlangt SCO die Herausgabe aller Dokumente, die sich auf die Abtretungen von Software an die FSF und die damit verbundenen Informationen beziehen sowie alle Verträge, die die FSF mit IBM, den Open Source Development Labs (OSDL), Red Hat, Suse und jedem anderen Linux-Distributor sowie Linus Torvalds, Richard Stallman, Eben Moglen, Alan Cox und Andrew Morton abgeschlossen hat.
Der Vorladung fügte SCO im Übrigen einen Scheck über 30,- US-Dollar bei, um der FSF mögliche Kopierkosten zu erstatten.
Die FSF will sich gegen die Forderungen von SCO zur Wehr setzen, da weite Teile der geforderten Informationen vertraulich seien und sich auf die Kommunikation zwischen der FSF und ihren Rechtsvertretern und Unterstützern beziehe. Man werde mit Sicherheit nicht alle geforderten Materialien vorlegen, so Bradley M. Kuhn in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) auf der FSF-Website.
Kuhn sieht Microsoft als Kopf hinter dem Vorgehen von SCO und führt Lizenzgebühren an, die Microsoft an SCO entrichtet hat. Microsoft finanziere damit den Kampf gegen freie Software und werde dies auch weiterhin tun, betonte Kuhn: "Jetzt da es einmal ein 'SCO' gibt wird es immer irgend ein 'SCO' geben das unsere Bewegung angreifen wird" .



