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Spieletest: Hitman 3 - Auftragsmord auf PC und Konsole

Neuer Teil der Serie von IO Interactive. Trotz des moralisch recht fragwürdigen Szenarios war Hitman 2 2002 ein absoluter Spiele-Hit – die Kombination aus Shooter- und Schleich-Elementen überzeugte ebenso wie die düstere Atmosphäre. Offensichtlich war auch das dänische Entwicklerteam IO Interactive vom letzten Hitman-Spiel so begeistert, dass man sich erst gar nicht groß mit der Frage nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten beschäftigte – und unter dem Namen Hitman Contracts jetzt prinzipiell das gleiche Spiel mit neuen Missionen noch mal veröffentlicht.
/ Thorsten Wiesner
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Zu Beginn von Hitman Contracts sieht die Zukunft von Profikiller 47 alles andere als rosig aus – schwerverletzt liegt er darnieder und sieht im wahrsten Sinne des Wortes sein bisheriges Leben vor seinen Augen noch mal dahinziehen. Während andere Menschen sich in so einer Situation wohl die erste Liebe oder den Traumurlaub vor Augen führen, hat ein Profikiller aber natürlich einen etwas anderen Erfahrungsschatz, auf den er zurückblicken kann. So kommt es, dass er sich nach und nach an inhaltlich nicht zusammenhängende Aufträge seines Killerlebens zurückerinnert – und als Spieler darf man all diese Missionen dann eine nach der anderen durchleben.

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Dieses Erinnerungsszenario scheinen die Entwickler ganz bewusst gewählt zu haben – um eine Ausrede dafür zu haben, alte Missionen zu recyclen. Denn nur etwas mehr als die Hälfte der Aufträge ist wirklich neu, die anderen sind zum Teil schon aus den ersten Hitman-Aufträgen bekannt. Zwar wurden die Lösungswege verändert, die Level optisch deutlich aufpoliert und das ganze Szenario leicht modifiziert. Nichtsdestotrotz ist dieses Wiederaufkochen bekannter Szenarien ein wenig unbefriedigend – wer die Hitman-Reihe von Beginn an gespielt hat, wird sich hier doch etwas betrogen vorkommen.

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Prinzipiell hat man aber zumindest darauf geachtet, dass der Hitman in allen recht umfangreichen Missionen sehr unterschiedliche Orte besuchen muss – der Treffpunkt einer Biker-Gang ist ebenso dabei wie eine ehrwürdige Villa, eine Szene-Disco oder ein Militärstützpunkt.

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Wie schon angesprochen hat sich das Gameplay gegenüber Hitman 2 praktisch nicht verändert – weiterhin ist also ein guter Mix aus Schleichen und Schießen gefragt. Der Spieler kann dabei meist seinem eigenen Geschmack folgen, denn verschiedene Lösungswege sind die Regel und nicht die Ausnahme. Allerdings führt Waffengewalt meist schneller zum Erfolg – ungeduldige Spieler werden also eher zu Maschinengewehr und Pistole greifen als beständig nach Verkleidungen zu suchen und sich mit Klaviersaite oder Giftspritze von hinten anzuschleichen, um die jeweiligen Opfer auszuschalten. Dank dreier Schwierigkeitsgrade lässt sich Hitman Contracts dem eigenen Können dabei recht gut anpassen. Auf der niedrigsten Stufe verträgt man durchaus ein paar Kugeln, auf der höchsten sorgt schon der kleinste Fehltritt für ein Missionsende.

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Sorgte die Grafik von Hitman 2 vor zwei Jahren noch für Begeisterung, ist von der optischen Pracht nicht mehr allzu viel übrig geblieben – da man prinzipiell dieselbe Technik verwendet, ist der Zahn der Zeit natürlich alles andere als spurlos am Profikiller vorbeigegangen. Die Atmosphäre stimmt trotzdem: Beständige Finsternis, mieses Wetter und eine gute Synchronisation lassen auch Hitman Contracts wie einen düsteren Kino-Thriller wirken.

Hitman Contracts ist neben der hier getesteten PC-Version auch für Xbox und PlayStation 2 erhältlich. Da Eidos sich entschlossen hat, den Titel in Deutschland ungeschnitten auf den Markt zu bringen, hat das Spiel von der USK keine Jugendfreigabe erhalten und darf somit erst an Personen ab 18 Jahren verkauft werden.

Fazit:
Hitman Contracts ist sicherlich kein schlechtes Spiel, im Gegenteil – die Kombination aus Shooter und Stealth-Action überzeugt weiterhin und die Atmosphäre könnte kaum düsterer und bedrohlicher sein. Spielerisch wäre aber deutlich mehr drin gewesen – was man hier geboten bekommt, ist eher ein Add-On zu Hitman 2 denn ein wirklich neues Spiel. Für den vierten Teil sollten sich die Entwickler also wirklich etwas Neues einfallen lassen – sonst könnte die Hitman-Reihe ihren verdientermaßen guten Ruf bald wieder los sein.


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