Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Wird die Privatkopie in den USA wieder gestärkt?

Digital Media Consumers Rights Act soll Recht auf "Fair Use" stärken. Der US-Kongressabgeordnete Rick Boucher(öffnet im neuen Fenster) will mit dem "Digital Media Consumers Rights Act" das Recht auf Privatkopie ("Fair Use") in den USA wieder stärken. Konsumenten sollen auch kopiergeschützte digitale Medien so nutzen können wie sie wollen. Jetzt fand eine erste Anhörung zu seinem Gesetzesvorschlag statt.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

"Die Fair-Use-Doktrin ist heute mehr bedroht denn je" , so Boucher. Historisch habe das Urheberrecht versucht, eine Balance zwischen den Rechten von Nutzern und Rechteinhabern zu schaffen. Der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) habe diese Balance aber zu Gunsten des Schutzes von Urhebern verschoben und das Recht auf eine Privatkopie untergraben.

Mit seinem Gesetz will Boucher die historische Balance zwischen Rechteinhabern und Nutzern wieder herstellen und Nutzern die Möglichkeit geben, digitale Medien so zu nutzen, wie sie dies wollen, ohne dabei die Urheberrechte zu verletzen.

Das Gesetz zielt dabei vor allem auf das 1998 eingeführte Verbot zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen ab, wie es im Jahr 2003 auch in Deutschland eingeführt wurde. Nutzern ist es verboten, Kopierschutzmechanismen auch dann zu umgehen, wenn sie nur ihr Recht auf Privatkopie, bzw. Fair Use, umsetzen wollen. Zudem soll es wieder erlaubt werden, Geräte zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen herzustellen und zu vertreiben oder entsprechende Technologien zu verkaufen.

Rick Boucher steht mit seinem Ansinnen nicht allein da, sondern wird von einer Reihe von Abgeordneten und auch von zahlreichen namhaften Unternehmen, Vereinigungen und Bibliotheken unterstützt, darunter Intel, Philips, Sun, Verizon, BellSouth, Qwest, Gateway, SonicBlue, Red Hat und die Electronic Frontier Foundation (EFF).


Relevante Themen