Spendensammlung für Sasser-Verursacher angelaufen
Auf der Webseite support-sasser.homepage.dk(öffnet im neuen Fenster) wird der Sasser-Autor in Schutz genommen, da er nur die Anfälligkeit der Betriebssysteme von Microsoft aufgezeigt habe. Nach Ansicht der Seitenbetreiber habe Sasser also nur eine Alarmfunktion ausgeübt, um andere über die Risiken von Windows-Systemen aufzuklären. Über die Support-Sasser-Seite werden seit kurzer Zeit Spenden gesammelt. Die Seite wirkt allerdings unseriös, weil ein Impressum fehlt und auch nicht ganz klar ist, wo das gesammelte Geld am Ende landen wird. Derzeit beläuft sich der gesammelte Spendenbetrag auf 67,- US-Dollar.
Die gleiche Argumentation(öffnet im neuen Fenster) fährt der Chaos Computer Club (CCC), der hier ebenfalls Microsoft als Schuldigen sieht. Der CCC sieht das Hauptproblem in der Software-Monokultur, wodurch es Viren und Würmer besonders leicht hätten, sich zu verbreiten.
Anfang Mai 2004 tauchte der Sasser-Wurm erstmals auf und verbreitete sich ohne Zutun des Nutzers über eine Sicherheitslücke in Windows 2000, XP und Server 2003, wofür bereits zwei Wochen zuvor ein Patch erschienen ist. Da offenbar zahlreiche Nutzer den von Microsoft bereitgestellten Patch nicht eingespielt haben, konnte sich der Unhold rasant im Internet verbreiten. Bereits eine Woche später konnte ein 18-jähriger Schüler aus dem Bereich Rotenburg/Wümme vom Landeskriminalamt Niedersachsen auf Grund eines Hinweises festgenommen werden. Durch weitere Untersuchungen und Vernehmungen stellte sich heraus, dass der Sasser-Schreiber auch für den Wurm Netsky verantwortlich ist und anscheinend mit Komplizen zusammengearbeitet hat. Bislang wurde noch keine Anklage gegen den Sasser-Schöpfer erhoben.
Am 12. Mai 2004 soll den ganzen Tag über der Hessische Rundfunk von dem Wurm Sasser.E befallen worden sein(öffnet im neuen Fenster) . Nur mit Mühe und Not konnte demnach der Sendebetrieb aufrechterhalten werden.
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