Opera behebt klammheimlich Browser-Sicherheitslücken (Upd.)
Secunia(öffnet im neuen Fenster) fand in Opera 7.23 für Windows und Linux eine Sicherheitslücke in der Umleitungsfunktion von Webseiten, so dass die URL in einer Adresszeile eine falsche Angabe aufweisen kann. Opera ändert unter bestimmten Umständen die URL-Angabe nicht zurück, wenn eine Umleitung abgebrochen wird, woraufhin die angegebene URL nicht mit der aufgerufenen Webseite übereinstimmt. Über eine entsprechend formatierte Webseite kann dem Nutzer vorgegaukelt werden, man befinde sich auf der in der URL angegebenen Webseite. Secunia stuft die Gefahr des Sicherheitslochs als wenig kritisch ein.
Die zweite, von iDefense entdeckte Sicherheitslücke(öffnet im neuen Fenster) betrifft ebenfalls die Windows- und Linux-Version von Opera 7.x. Das Sicherheitsloch befindet sich in der telnet-Komponente, worüber ein Angreifer Dateien auf ein fremdes System ablegen oder Daten gezielt überschreiben und so wichtige Daten löschen kann. Für eine Attacke müssen Opfer dazu gebracht werden, eine speziell formatierte telnet-Adresse (URI) aufzurufen.
Wie ein Beitrag(öffnet im neuen Fenster) auf der Sicherheits-Mailingliste Bugtraq berichtet, steckt das telnet-Sicherheitsloch auch in anderen Browsern. So sollen Firefox bis einschließlich zur Version 0.7 und Konqueror bis zur Version 3.2.1 anfällig sein. Die aktuellen Fassungen dieser Browser weisen dieses Sicherheitsloch demnach nicht mehr auf. Zudem soll auch der MacOS-X-Browser Safari betroffen sein, allerdings ist hier nicht bekannt, bis zu welcher Versionsnummer das gilt.
Die Sicherheitslücken in Opera 7.23 wurden erst jetzt bekannt, weil die betreffenden Sicherheitsunternehmenen entsprechende Informationen veröffentlicht haben. Opera selbst schweigt sich dazu aus und hat keinerlei weitere Angaben dazu gemacht.
Beide Sicherheitslücken werden mit Opera in der Version 7.50 bereinigt, die seit dem 12. Mai 2004 zum Download bereitsteht.
Update vom 14. Mai 200 um 9:30 Uhr:
Mittlerweile wurde bekannt, dass die telnet-Sicherheitslücke auch in den Browsern Firefox, Konqueror und Safari steckt. Der Artikel wurde um diese Erkenntnisse ergänzt.
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