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Ausgeschlossene Minderjährige attackieren Internet-Café

Angestellte des chinesischen Internet-Cafés kündigen nach heftiger Prügel

Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua kam es am vergangenen Freitag, dem 7. Mai 2004, in einem chinesischen Internet-Café zu einer Prügelei zwischen den Angestellten und einer Gruppe von etwa 16 Minderjährigen. Auch zuvor sollen die Jugendlichen, denen der Eintritt nach chinesischem Gesetz verboten ist, randaliert und ihren Unmut über die verweigerte Internet-Nutzung geäußert haben.

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Eine der Ursachen für den organisierten Angriff, bei dem einige der Angestellten mit Mülleimerdeckeln und einem Feuerlöscher geschlagen und teils schwer verletzt wurden, war vermutlich ein Streit vom 6. Mai 2004, bei dem sieben oder acht Teenagern der Zugang verwehrt wurde. Diese hätten sehr jung ausgesehen, wollten jedoch ihr Alter nicht nachweisen und hätten Prügeldrohungen ausgesprochen. Ins Internet-Café wurden sie dennoch nicht gelassen.

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Am Abend des 7. Mai 2004 seien schließlich etwa 16 Minderjährige in das Café gestürmt. Zwei hätten die Türen, zwei weitere das Telefon am Tresen blockiert und die anderen hätten einen anwesenden Angestellten geschlagen, einige nicht nur mit bloßen Fäusten, sondern auch mit Aluminium-Mülleimerdeckeln und Feuerlöschern. Da es bereits zuvor zu Zwischenfällen kam und Mitarbeiter bedroht wurden, soll die lokale Polizeistation bereits seit April 2004 vier Wachleute im Internet-Café postiert haben, die von den Jugendlichen ebenfalls vertrimmt wurden. In einem Interview mit einer lokalen Zeitung zeigte der Angestellte die auf Rücken, Kopf und Gesicht erlittenen Verletzungen und klagte über eine angeknackste Nase.

Die örtliche Polizeistation will die Angriffe laut Xinhua auf die Sanfuwan-Filiale der Internet-Café-Kette Hongshulin untersuchen und die Verantwortlichen festnehmen. Aus einem Kündigungsschreiben der bedrohten Angestellten der betroffenen Filiale sei zu entnehmen, dass es bereits früher Übergriffe gegeben habe. Neben Streitereien, zerstochenen Fahrradreifen, durchtrennten Breitbandkabeln und Mineralwasser-Güssen für Displays hätte es auch Online-Angriffe auf den Server des Internet-Cafés gegeben.

China erlaubt - im Rahmen seiner international kritisierten sehr restriktiven Internet-Politik - nur noch zugelassene Internet-Cafés und hat diesen den Einlass von Unter-18-Jährigen verboten. Betreibern von Internet-Cafés, die auf Einlasskontrollen verzichten oder zu lax mit diesen umgehen, drohen hohe Geldstrafen und die Schließung ihrer Läden. Zudem dürfen Internet-Cafés nicht in der Nähe von Schulen betrieben werden. Grund dafür: Die chinesische Regierung will verhindern, dass Minderjährige Zugriff auf "schädliche Informationen" haben.

Auch Erwachsene können sich in China nicht frei im Internet bewegen - das China massiv filtert, überwacht und zensiert, zeigte Reporter ohne Grenzen mit seinem China-Bericht "Gefährlich Leben im Internet" vom Mai 2003 und wies auch danach noch auf Schicksale von "überführten" Internet-Nutzern hin.

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Möchtegernrockstar 13. Mai 2004

Ich seh mich gerade schon in einem prügelnden Kindergarten :) 150cm große Jugendliche...

Ameisenbaer 13. Mai 2004

... wei du so schön schreibst hast du Erfahrung mit Verbaler Gewalt. Nicht jeder lässt...

sching schang... 13. Mai 2004

minderjährig kann auch 17 jahre alt sein! und wenn du nicht überdurchschnittlich was...

. 13. Mai 2004

Also nur weil bei uns der Zugang zu einem Internet voller Sex, Dummheit und Gewalt für...


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