Sasser-Wurm: 18-Jähriger aus Niedersachsen festgenommen
Der Verdächtige soll bereits ein Geständnis abgelegt haben und wieder auf freiem Fuß sein. Das gesammelte Beweismaterial wurde von Microsoft-Mitarbeitern begutachtet, welche den Verdacht daraufhin bestätigt haben. Für das Verfahren ist das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen und die Staatsanwaltschaft Verden zuständig.
Microsoft hatte bereits kurz nach dem Auftreten von Sasser bekannt gegeben, dass das Unternehmen mit Strafverfolgungsbehörden kooperieren wird, um den Programmierer des Sasser-Wurms ausfindig zu machen. Der Sasser-Wurm hatte sich seit dem 1. Mai 2004 mit rasanter Geschwindigkeit über ein gestopftes Sicherheitsloch in Windows 2000, XP und Server 2003 im Internet verbreitet und beträchtlichen Schaden in verschiedenen Unternehmen angerichtet, indem Rechner ausgefallen sind oder abgeschaltet werden mussten.
Ähnliche Resultate verursachte im Jahr 2003 das Auftreten des Blaster-Wurms, der wie Sasser ohne Zutun des Nutzers fremde Rechner über eine Sicherheitslücke im Windows-Betriebssystem infizierte. In beiden Fällen hatte Microsoft Patches zur Bereinigung der entsprechenden Sicherheitslücken einige Wochen zuvor bereitgestellt. Jedoch haben viele Nutzer diese offenbar nicht eingespielt, so dass der Schädling in hohem Tempo zahlreiche Rechner befallen konnte. Microsoft setzte seinerzeit ein Kopfgeld von 250.000 US-Dollar aus, um den Schreiber des Blaster-Wurms zu fassen – bislang jedoch ohne Erfolg.
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