IBM stellt erste Systeme mit Power5-Prozessor vor
Die i5-Systeme sind in der Lage, AIX 5L gleichzeitig neben i5/OS zu betreiben. So können UNIX-Anwendungen auf dem System konsolidiert und verwaltet werden. Zudem verfügen die Systeme über IBMs Virtualization Engine, mit der sich die Ausnutzung der Systemressourcen deutlich verbessern soll.
Zunächst kommen zwei neue Modelle auf den Markt: das 1- bis 2-Wege-System eServer i5 520 sowie das 1- bis 4-Wege-System eServer i5 570, das die Möglichkeit zu "Capacity on Demand" bietet. Dabei ist i5/OS bereits vorinstalliert und enthält eine Software-Basisausstattung, die IBMs Datenbank DB2 UDB und Websphere Express sowie die IBM Virtualization Engine umfasst.
Die eServer-i5-Systeme sind dabei mit IBMs 64-Bit-Prozessor Power5 ausgestattet. Die Chips verfügen über 276 Millionen Transistoren pro Prozessor und werden in einem 0,13-Mikron-Kupferprozess mit Silicon-On-Insulator-Technik (SOI) hergestellt. Der Power5 unterstützt Chip Multiprocessing und simultanes Multithreading (SMT), das einen einzelnen Prozessorkern in zwei logische Prozessoren unterteilt, wie sie von den Betriebssystemen und der Anwendungssoftware gesehen werden. Da der Power5-Chip zwei Prozessorkerne aufweist, erlaubt SMT dem Chip, vier Anwendungsschritte gleichzeitig abzuarbeiten.
Die Systeme wurden in einem zweijährigen Projekt mit einem Budget von 500 Millionen US-Dollar entwickelt. Gegenüber bestehenden iSeries-Systemen verspricht IBM dabei ein weiter verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ab 11. Juni 2004 sollen die i5-Systeme dann verfügbar sein.