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Spieletest: R-Type Final - Abschied vom Shooter-Klassiker

Letztes Spiel der Reihe für PlayStation 2. Schluss, aus, vorbei: Mit R-Type Final geht eine der berühmtesten und populärsten Shooter-Reihen aller Zeiten zu Ende – laut Entwickler Irem soll nach diesem Spiel kein weiterer R-Type-Titel mehr erscheinen. Für das Finale hat man sich aber noch mal wirklich angestrengt und einen mehr als würdigen Abschluss gefunden.
/ Thorsten Wiesner
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In puncto Hintergrundgeschichte war R-Type noch nie sonderlich interessant, und auch das neue Spiel macht da keinen Unterschied – wieder muss man mit seinem Raumschiff das Bydo-Imperium bekämpfen, um die Galaxie so vor ihrer Zerstörung zu retten. In seitwärts scrollenden Welten weicht man daher mit seinem Raumschiff Gegnern und feindlichem Kugelhagel aus und malträtiert ohne Unterlass den Feuer-Knopf – so lange, bis alle sieben Welten (plus Bonus-Stages) wieder friedlich und glücklich sind.

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Zu Beginn hat man nur ein recht einfaches Feuer und einen aufladbaren Laser-Strahl, im Spielverlauf kommen aber natürlich unzählige Power-Ups, Raketen und Zusatzwaffen hinzu. Die wichtigste bekommt man recht schnell – und zwar den berühmten kleinen Satellit, der sich an das eigene Schiff heftet, gegnerische Angriffe abfängt und selbst gewaltig zurückschlägt. Später gibt es dann sogar noch weitere Mini-Satelliten, die den Dauerbeschuss aus allen vier Himmelsrichtungen etwas leichter verkraftbar machen.

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Eigentlicher Clou an R-Type Final ist allerdings die riesige Raumschiff-Menge: Satte 100 Kampfschiffe können hier ausprobiert werden. Die müssen zwar alle erst nach und nach freigeschaltet werden, zudem ähneln sich einige Schiffe natürlich stark. Trotzdem ist es den Entwicklern gelungen, beinahe jedem Gleiter ein eigenes "Fluggefühl" zu verpassen – und Spieler mit Sammeltrieb freuen sich natürlich ohnehin über die dadurch sehr lange anhaltende Motivation.

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Optisch und akustisch hinterlässt der Titel einen zwielichtigen Eindruck: Manche Passagen, etwa eine vereiste Galaxis oder ein Raumschiff-Friedhof, überzeugen durch viel Atmosphäre und Liebe zum Detail, andere Abschnitte wirken trotz zahlreicher Lichteffekte technisch antiquiert; gelegentlich ärgert man sich auch noch über einen sichtbaren Einbruch der Frame-Rate. Die Soundkulisse ist einerseits auch etwas altbacken, untermalt das typische R-Type Flair mit seinen bedrohlichen Melodien und den üblichen Explosions- und Schussgeräuschen aber recht passend.

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Zum Schwierigkeitsgrad muss eigentlich nicht viel gesagt werden – wo R-Type draufsteht, ist eben auch R-Type drin. Will sagen: Anfänger haben keine Chance, und auch Profis werden aus Frust unter Umständen das eine oder andere Pad gegen die heimische Wohnzimmerwand pfeffern. Zumindest gibt es diesmal eine Art Einsteigermodus, der den Titel auch für die breite Masse etwas zugänglicher macht.

R-Type Final ist exklusiv für PlayStation 2 bereits im Handel erhältlich. Während der Titel in den USA von Anfang an zum Mid-Price verkauft wird, müssen europäische Spieler leider um die 50,- Euro für das Spiel auf den Tisch legen.

Fazit:
Ein würdiger Abgang für eine großartige Reihe: R-Type Final fasst noch mal alle Qualitäten der berühmten Shooter-Reihe zusammen und bündelt sie in einem immens motivierenden, klassischen Shooter. Wer frühere Teile der Serie mochte, wird trotz der nicht immer ganz überzeugenden Präsentation auch von R-Type Final begeistert sein – und sich am mal wieder unmenschlich hohen Schwierigkeitsgrad die Zähne ausbeißen.


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