Bagle und NetSky: Wurm-Welle reißt nicht ab
Der jüngst entdeckte Wurm Bagle.AA versucht, auf zahlreiche deutsche Webseiten zuzugreifen, um so vermutlich eine Denial-of-Service-Attacke auszuführen. Unter den aufzurufenden Adressen(öffnet im neuen Fenster) befinden sich so prominente Vertreter wie Spiegel, Welt und andere News-Seiten, aber auch verschiedene Messe-Homepages, Uni-Seiten sowie Webseiten mehrerer deutscher Institutionen, wozu etwa die Bundesregierung und das Bildungs- und Forschungsministerium gehören.
Die jüngsten Würmer NetSky und Bagle verbreiten sich wie gewohnt per E-Mail über eine eigene SMTP-Engine, verwenden dabei gefälschte Absenderadressen und sammeln E-Mail-Adressen aus etlichen lokalen Dateien auf einem befallenen Computer. Mit der Formulierung der Mail-Texte sollen Nutzer dazu gebracht werden, die Wurm-Anhänge zu öffnen. Als zusätzlichen Verbreitungsweg legt sich der Bagle-Wurm in File-Sharing-Verzeichnissen unter verlockend klingenden Dateinamen ab, um Nutzer zum Download des Wurms zu bewegen. Die Wurm-Varianten versuchen, Firewall-Software und Viren-Scanner zu deaktivieren und tragen sich so in die Registry ein, dass sie bei jedem Windows-Neustart automatisch ausgeführt werden.
Ein Ende der Wurm-Welle durch Bagle und NetSky scheint derzeit nicht absehbar, so dass auch in den künftigen Wochen mit weiteren Ablegern der Bösewichter zu rechnen ist.