Handheld-Konsolen: Nintendo nicht durch Sonys PSP gefährdet
Vor allem drei prinzipiell ernst zu nehmende Alternativen zum GBA sind zuletzt auf den Markt gekommen bzw. werden bald erscheinen: Neben dem Spiele-Handy N-Gage, das kürzlich durch seinen Nachfolger N-Gage QD ersetzt wurde, ringen auch der Spiele-PDA Tapwave Zodiac und die für Ende 2004 angekündigte PSP von Sony um Marktanteile.
Vor allem das unterschiedliche Zielpublikum der Geräte würde aber dafür sorgen, dass Nintendo kaum Einbußen beim Umsatz zu befürchten habe: "Nintendo ist das erfolgreichste Unternehmen in der Geschichte der Handheld-Spiele. Alle drei neuen Plattformen haben höhere Preise als Nintendo und richten sich zudem an ein älteres Publikum; daher wird auch keiner von ihnen in der Lage sein, dem langen Schatten von Nintendo zu entkommen" , so Brian O'Rourke, Senior Analyst bei In-Stat/MDR.
Von den drei neuen Plattformen trauen die Marktforscher Sony noch den größten Erfolg zu; auf Grund des bekannten Namens PlayStation und vieler bekannter Spiele-Marken hätte Sony hier einen guten Ausgangspunkt. Nokia hingegen habe zwar den festen Willen gezeigt, genügend Ressourcen aufzuwenden, um in dem für das Unternehmen neuen Markt bestehen zu können. Um das N-Gage zu etablieren, sei es allerdings vor allem eine bisher noch nicht gelöste Herausforderung, ein großes und interessantes Spiele-Angebot bereitzustellen.
Wenig überraschend kommt In-Stat/MDR zudem zu dem Schluss, dass Tapwave wohl die größten Probleme haben dürfte, Kunden für sein Gerät zu finden – vor allem die Tatsache, dass das Unternehmen nicht über ähnlich gut gefüllte Kassen verfügt wie die Konkurrenten, würde eine Etablierung des Zodiac erschweren.



