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Nanoröhren sollen Chips 1.000-mal schneller machen

Forscher demonstrieren Nanoröhren-Transistor mit 2,6 G. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Irvine konnten jetzt erstmals einwandige Kohlenstoff-Nanoröhren demonstrieren, die bei extrem hohen Mikrowellen-Frequenzen arbeiten. Den Forschern zufolge könnten diese in Mobiltelefonen oder Computern eingesetzt werden, um deren Geschwindigkeit deutlich zu steigern, möglicherweise um den Faktor 1.000.
/ Jens Ihlenfeld
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"Seit der Erfindung von Nanoröhren-Transistoren gab es theoretische Vermutungen, dass diese sehr schnell arbeiten können" , so Peter Burke, Professor für Elektrotechnik an der Universität von Kalifornien in Irvine und einer der beteiligten Forscher. Zusammen mit Kollegen gelang es Burke aber nun, einen elektrischen Schaltkreis, bestehend aus einer Kohlenstoff-Nanoröhre zwischen zwei Gold-Elektroden, zu bauen. Beim Variieren der angelegten Spannung lief der Schaltkreis mit einer Frequenz von bis zu 2,6 GHz.

Burke geht aber davon aus, dass mit dieser Technik auch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich sind. Theoretisch liege das Frequenz-Limit bei etwa einem THz, also 1.000 GHz. Für Silizium-Chips liegt das theoretische Limit hingegen bei rund 100 GHz.

Aber zur Verbesserung der Reichweite von Mobiltelefonen könne die Technik beitragen. Dabei würden die Nanoröhren-Transistoren als Mikrowellen-Verstärker eingesetzt. Auch können Nanoröhren-Transistoren Mikrowellen deutlich besser filtern, so dass eine höhere Zahl von Gesprächen möglich wäre. Zudem seien damit Ein-Chip-Lösungen denkbar.


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