IBM zeigt neue Virtualisierungstechnik für Unix-Systeme
IBM will mit seiner aus der Mainframe-Welt stammenden Technik einen neuen Industrie-Standard setzen. Dabei verbindet IBM seine Mainframe-Techniken mit seinen Management-Tools der Marke Tivoli sowie Grid-Fähigkeiten und einem WebSphere-Runtime-Environment.
Die Technik soll auf IBMs Power-Prozessoren eine fortschrittliche "Mikro-Partitionierung", wie sie aus der Mainframe-Welt bekannt ist, erlauben. Bis zu zehn Server mit unterschiedlichen Betriebssystemen sollen sich auf einem Unix-System pro Prozessor betreiben lassen. Im Mainframe-Bereich ist es möglich, Rechenkapazität ab einem Prozent CPU-Leistung auf die verschiedenen virtuellen Server zu verteilen.
Die Virtualisierungs-Engine soll aber nicht nur Rechenleistung, sondern auch Netzwerk, Speicher und LAN virtualisieren können. So soll es dann möglich sein, bis zu zehn vollkommen unabhängige Server auf einem Prozessor zu betreiben. Die Administration aller Systeme soll zentral über den "IBM Director Multiplatform" erfolgen. Spezielle Management-Tools sollen zudem für eine optimale Ressourcen-Nutzung sorgen, auch auf Nicht-IBM-Systemen.
Im Mainframe-Bereich sei es mit entsprechenden Techniken gelungen, die System-Auslastung auf 80 Prozent zu steigern, während normale Unix-Systeme gerade einmal 15 Prozent ihrer Ressourcen nutzen.
Schon im zweiten Quartal 2004 sollen erste Virtualisierungstechniken in IBMs iSeries zu haben sein. Auf Intel-Systemen will IBM aber auf Angebote von Drittherstellern zurückgreifen.