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Grid-Computing: Sun und TU Berlin gründen Kompetenzzentrum

Kompetenzzentrum für Grid-Services und e-Science soll neue Dienste entwickeln. Der Hersteller Sun Microsystems und die Technische Universität Berlin wollen gemeinsam ein "Kompetenzzentrum für Grid-Services und e-Science" gründen. Ziel der künftigen Zusammenarbeit sei es, die Forschungsgebiete Grid-Computing und e-Science miteinander zu verbinden und neue Dienste zu entwickeln, die Forscher sowohl beim Wissenserwerb als auch beim Lösen hochkomplexer Aufgabenstellungen unterstützen soll.
/ Christian Klaß
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TU-Vertragspartner ist das von TU-Professor Dr. Sahin Albayrak geleitete Labor für "Distributed Artificial Intelligence" (DAI). Allerdings sollen mehrere Lehrstühle der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin am Vorhaben beteiligt werden. Die ergebnisorientierte Zusammenarbeit wird laut einer Mitteilung der TU-Berlin im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte stattfinden. Auch auf Bundesebene sollen weitere Projekte ins Leben gerufen werden, die auf Basis der Grid-Infrastruktur auf den erarbeiteten Forschungsergebnissen aufsetzen.

"Wissenschaftliche Spitzenleistung wird in vielen Disziplinen zukünftig nicht ohne globales, kollaboratives Arbeiten im Netz möglich sein. Dies erfordert eine neue Generation von Infrastrukturen, die den Zugang zu weltweiten Daten und wissenschaftlichen Informationen sicherstellt" , heißt es von den Partnern. Hierbei wollen die TU Berlin und Sun Microsystems ihre Erfahrungen bündeln und zeigen sich zuversichtlich, mit dem Kompetenzzentrum bald eine Spitzenposition auf dem Gebiet einnehmen zu können.

Sun Microsystems stellt die für das Kompetenzzentrum notwendigen Infrastrukturlösungen in Form von Hard- und Software zur Verfügung. Diese sowie das bereitgestellte Know-how sollen nicht nur Forschern des Kompetenzzentrums, sondern auch anderen Wissenschaftlern und Studierenden der TU Berlin zugute kommen.

Das an der TU Berlin angesiedelte DAI-Labor der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik beschäftigt heute mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Telekommunikation und Software-Entwicklung. Die Forschungsprojekte werden laut Universitätsleitung fast vollständig durch die Industrie, das Bundesforschungsministerium (BMBF) und die Europäische Union finanziert – jährlich sollen Drittmittel in Höhe von 10 Millionen Euro zufließen. Zusammen mit neun Kooperationspartnern betreibt das DAI-Labor die Test- und Entwicklungsumgebung "Beyond-3G-Testbed" zur Entwicklung von mobilen Diensten und Anwendungen. Eine Partnerschaft zwischen Sun und der TU Berlin gibt es z.B. bereits in Form einer Stiftungsprofessur.


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