IMHO: Ich will Spam!

"Werbung bitte willkürlich in der Nachbarschaft verteilen. Danke!"

An ständige Angebote zur Vergrößerung diverser Körperteile, für dubiose Medikamente - ebenfalls zur Vergrößerung diverser Körperteile - oder auch gänzlich undefinierbare, weil durch Sonderzeichen verstümmelte Offerten hat man sich mittlerweile gewöhnt. Auch gegen eingehende Viren und Würmer im Sekundentakt kann man gezielt vorgehen. Doch es gibt Schlimmeres als diesen ordinären Spam!

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Es ist nicht der eingehende Spam sowie Viren und Würmer an sich, die jede Orientierung in einem E-Mail-Postfach fast unmöglich machen und den Nutzer schier zur Verzweiflung treiben. Es sind vielmehr die lästigen und unnötigen Antworten auf Spam- und Viren-E-Mails, die immer noch automatisiert versandt werden: "Diese E-Mail enthielt einen Virus, der entfernt wurde!" Das Schlimmste dabei ist, diese Hinweise werden, wenn auch automatisiert, mit durchaus honorigen Absichten an den vermeintlichen Absender verschickt. Doch in Zeiten, da die meisten aktiven Würmer die Absender-Adressen fälschen, sollte eigentlich auch der letzte Administrator und auch Nutzer verstanden haben, dass solche Warnungen kontraproduktiv sind und in entsprechenden Software-Produkten deaktiviert werden sollten.

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Selbst wenn eine solche Warnung ausnahmsweise den richtigen Empfänger erreicht, wird sie in der Flut von falschen Warnhinweisen untergehen oder im Spam-Filter hängen bleiben. Der einst gut gemeinte Sinn und Zweck solcher Warnungen wurde also schon lange in sein Gegenteil verkehrt - dennoch ist die entsprechende Funktion immer noch in vielen Fällen aktiviert.

Äußerst einfallsreich scheint auch die Möglichkeit, in ausgehende E-Mails einen Hinweis auf eine erfolgte Virenprüfung einzubinden. Entsprechende Hinweise darf man wohl getrost als überflüssigen Datenmüll betrachten, oder sind Viren etwa nicht in der Lage, eine solche Textpassage ans Ende einer verseuchten E-Mail zu setzen?

Damit aber nicht genug, denn auch einige Website-Betreiber haben sich eine weitere Möglichkeit einfallen lassen, Nutzer erst in die Irre und später wohl in den Wahnsinn zu treiben: "Vielen Dank für ihr Interesse, wir werden ihre E-Mail schnellstmöglich beantworten", heißt es dann zumeist. Das mag eine wenig befriedigende Antwort sein, so man sich per E-Mail an die jeweiligen Betreiber gewandt hat, meist hört man von diesen Leuten aber just in diesem Moment das erste Mal. Auch hier würden sorgfältig konfigurierte, vorgeschaltete Viren- und Spam-Filter helfen, um Mitmenschen vor solchen Belästigungen zu verschonen. Denn nicht der Eingang jeder Wurm- oder Spam-E-Mail muss einem Dritten mitgeteilt werden. Abgesehen davon sind nichts sagende Eingangsbestätigungen meist überflüssig wie ein Kropf.

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Mancher Anbieter geht aber noch einen Schritt weiter: "Auf Grund des extrem hohen Spamaufkommens wird diese E-Mail-Adresse nicht mehr abgefragt", heißt es dann. Gute Einstellung. Am häuslichen Briefkasten müsste dann adäquat stehen: "Bitte keine Werbung einwerfen sondern diese willkürlich in der Nachbarschaft verteilen. Danke!".

Wohl dem, der seine E-Mail-Adresse nicht öffentlich angeben muss.

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