Weitere lokale Sicherheitslücke im Linux-Kernel
Lokale Angreifer können Root-Rechte erlangen. Die Sicherheitsexperten Paul Starzetz und Wojciech Purczynski haben erneut eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel(öffnet im neuen Fenster) entdeckt, die es lokalen Angreifern erlaubt, Root-Rechte zu erlangen. Schuld ist ein Fehler in der Funktion ip_setsockopt().
Die Funktion ip_setsockopt() ist eine Subroutine des System-Aufrufs setsockopt() und erlaubt es, IP-Pakte zu manipulieren. Dabei kann die MCAST_MSFILTER-Option genutzt werden, um den Kernel mit einer Reihe von Multicast-Addressen zu versorgen, auf denen er Pakete empfangen soll. Eingeführt wurde der Code mit dem Linux-Kernel 2.4.22 bzw. 2.6.1.
Dieser Code erlaubt es nun, einen Integer-Pufferüberlauf zu provozieren, so dass unter bestimmten Umständen der Kernel-Speicher überschrieben werden kann. Lokale Nutzer können auf diesem Weg Root-Rechte erlangen oder das System lahm legen.
In den aktuellen Kernel-Versionen 2.4.26 und 2.6.4 ist der Fehler bereits behoben, so dass ein Update auf diese Versionen Abhilfe schafft.
- Anzeige Hier geht es zu Hacking & Security: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



