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Matrox QID Pro: Vier Monitore an einer PCI-Karte

Auslieferung im Sommer 2004. Das Warten auf einen Parhelia-Nachfolger hat zwar noch kein Ende, der in letzter Zeit sehr ruhige gewordene Grafikkartenhersteller Matrox hat im Schatten der GeForce-6800-Einführung aber immerhin eine weitere Multimonitor-Grafikkarte angekündigt: Die für den Büro-, Monitorleinwand- und Präsentations-Einsatz gedachte PCI-Grafikkarte "Quad Information Display (QID) Pro" kann vier Monitore gleichzeitig ansteuern und bietet mehr Leistung als ihre Vorgängerin QID.
/ Christian Klaß
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Matrox erledigt die Mehrschirm-Ansteuerung in der QID sowie der neuen QID Pro mittels eines einzelnen "512-Bit"-Grafikchips. Kam bei der QID noch ein Parhelia LX mit 128-Bit-Speicherschnittstelle und 128 MByte DDR-Speicher zum Einsatz, ist es bei der QID Pro eine Parhelia-Version mit 256-Bit-Speicherschnittstelle mit 256 MByte DDR-SDRAM, welches der Chip flexibel unter den Monitoren aufteilt.

Von der QID Pro angesteuert werden können sowohl VGA- als auch DVI-Displays, wobei jeweils eine maximale Auflösung von 1.600 x 1.200 unterstützt wird. Es lassen sich nicht nur einzelne Monitore, sondern alternativ auch zwei hochauflösende Monitore mit doppelten Eingängen ansteuern. Matrox verspricht eine gewohnt gute Bildqualität bei der Ausgabe.

Ein Alarmton soll bei streikendem Lüfter vor Ausfall der Hardware warnen - mit einer passiven Kühlung kann Matrox in diesem Fall also nicht dienen. Laut Hersteller kann die Grafikkarte sowohl in 32-Bit-33-MHz- als auch 64-Bit-66-MHz-PCI-Steckplätzen betrieben werden - und ohne zusätzlichen Stromanschluss auskommen. Damit soll die Karte auch in Servern und Workstations ohne AGP-Anschluss genutzt und auf Wunsch zusammen mit anderen PCI-, AGP- oder PCI-Express-Grafikkarten eingesetzt werden können. Die weniger leistungsfähige QID ist hingegen nur für AGP-Steckplätze ausgelegt.

Zukünftige Versionen der QID Pro sollen auch über Frame-Lock-/Genlocking-Funktionen für Videoüberblendungen verfügen, was für den Einsatz in Filmproduktionsstudios und Überblendungen wichtig ist. Treiber will Matrox nicht nur für Windows 2000/XP, sondern auch für Linux bereitstellen, bisher gibt es aber nur die Windows-Treiber.

Die Auslieferung der QID Pro mit 256 MByte Speicher erfolgt laut Matrox Deutschland voraussichtlich ab Juni 2004 zu einem noch nicht bekannten Preis. Der Vorgänger QID mit 128 MByte kostet rund 600,- US-Dollar zzgl. Steuer.


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