Erneut lokale Sicherheitslücke in Linux
Der Linux-Kernel prüft die Länge von symbolischen Links auf ISO9660-Dateisystemen nicht, was es erlaubt, mit speziell präparierten CDs einen Pufferüberlauf im Kernel zu provozieren. Die meisten Distributionen erlauben es lokalen Nutzern, CDs zu mounten, was sie prinzipiell verwundbar macht.
IDefense hat einen Beispiel-Code entwickelt, mit dem sich der Fehler ausnutzen lässt, wodurch lokale Nutzer Root-Rechte erlangen. Zudem sei es möglich, Code mit den Privilegien des Kernels auszuführen.
Die Sicherheitslücke lässt sich nur ausnutzen, wenn ein Anwender mit lokalem Zugang entsprechende CDs oder, sofern verschlüsselte Dateisysteme unterstützt werden, ein Angreifer ein solches Dateisystem mounten kann. Zudem können Nutzer mit Root-Rechten die für Root geltenden Einschränkungen umgehen und Code auf Kernel-Ebene ausführen.
Betroffen sind Linux 2.4 und 2.6; auch andere Kernel-Implementierungen könnten verwundbar sein. Als Workaround empfiehlt es sich, Nutzern nicht die Möglichkeit zu geben, Wechselmedien zu mounten. Einen offiziellen Kernel, in dem das Problem gelöst ist, gibt es derzeit nicht.
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