GeForce 6800 - Mehr Effekte, mehr Leistung, mehr Video

Nicht nur Shader-3.0-Unterstützung, auch Hardware-MPEG und WMV9-Beschleunigung

Nun hat Nvidia seinen GeForceFX-5950-Nachfolger endlich der Öffentlichkeit vorgestellt: Unter dem Namen GeForce 6800 soll der zuvor unter dem Codenamen NV40 bekannte Grafikchip den Konkurrenten ATI das Fürchten lehren. Mit Unterstützung für Shader-3.0-Effekte, mehr Pixel-Pipelines und Vertex-Shader-Einheiten sowie Hardware-MPEG-Kompression soll Nvidias GeForce-6-Serie ATIs erfolgreichen Radeon-9800-Chips den Rang ablaufen.

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GeForceFX 6800 Ultra
GeForceFX 6800 Ultra
Gefertigt wird der GeForce 6800 wie sein Vorgänger in 0,13 Mikron, allerdings von IBM und nicht mehr von TSMC. Mit insgesamt 222 Millionen Transistoren übertrumpft der neue Chip den "nur" 130 Millionen Transistoren starken GeForceFX 5950 deutlich an Komplexität. Die hohe Transistorzahl liegt unter anderem an 6 Vertex-Shader-Einheiten statt nur einer sowie 16 statt zuvor 8 Pixel-Pipelines mit je einem Pixelshader bei der 6800 Ultra. Die "normale" 6800 bringt es immerhin noch auf 12 Pixel-Pipelines. Der GeForce 6800 ist der letzte AGP-Grafikchip von Nvidia - mittels spezieller Bridge ("HSI") kann er auch auf PCI-Express-Grafikkarten eingesetzt werden.

GeForce 6800 Ultra
GeForce 6800 Ultra
Der neue Chip soll auch in bestehenden DirectX-9- und OpenGL-Spielen mehr Leistung bringen - bis zum 8fachen bei der reinen Pixel- und bis zum doppelten bei der Vertex-Shader-Leistung verspricht Nvidia. Vor allem in Half Life 2 will Nvidia damit zulegen - ganze fünf Mal schneller als die Vorgänger soll die 6800-Familie bei den Shadern sein - nicht jedoch bei den Bildern/s.

Grafikkarten mit GeForce 6800 Ultra werden einen Chiptakt von 400 MHz (FX 5950: 475 MHz) und einen Speichertakt von 550 MHz (effektiv 1,1 GHz) aufweisen; zumindest Letzteren können Grafikkartenhersteller auch anheben. Die Taktraten der anderen GeForce-6800-Modelle nannte Nvidia noch nicht. Die "normale" 6800 wird mit 128 MByte DDR-1-RAM bestückt, während die Ultra-Ausführung zunächst mit 256 MByte DDR-3-RAM ausgeliefert wird. Erst zu einem späteren, nicht genannten Zeitpunkt sollen Ultra-Varianten mit 512 MByte DDR-3-RAM vorgestellt werden. Der Speicher ist, wie bei High-End-Grafikchips üblich, 256-bittig angebunden.

Die Besonderheit vom GeForce 6800 liegt in der erstmaligen Unterstützung der komplexeren Shader-3.0-Grafikeffekte, die deutlich aufwendigere, flexiblere und auf viele Objekte ("Multiple Render Targets") gleichzeitig anwendbare 3D-Effekte ermöglicht. So können etwa Pixel-Shader-2.0-Programme von DirectX 9 nur 96 Zeilen lang sein, während 3.0-Shader bis zu 65.535 Programmzeilen umfassen können, wobei in diesen u.a. Sprünge, Schleifen und Subroutinenaufrufe möglich sind.

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Die einzelnen 6800er-Shader-Einheiten können auch gemeinsam einen Pixel bearbeiten, nicht nur einzeln, was bisherige ATI- und Nvidia-Chips laut Nvidia nicht beherrschten. Gleichzeitig schreibt die Shader-3.0-Spezifikation eine durchgehende 32-Bit-Render-Genauigkeit vor, die Nvidia entsprechend mit den 6800-Chips bietet. Nach der Parhelia von Matrox und ATIs Radeon ab 9500/9700 unterstützt Nvidia mit seiner 6800er-Familie nun auch erstmals Displacement-Mapping, wobei aufwendigere 3D-Oberflächenstrukturen mittels Textur erzeugt werden.

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