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Neue Methode verbindet Verschlüsselung und Biometrie

Übertragung sensitiver Daten soll durch biometrische Daten sicherer werden. Neuroinformatiker der Universität Bonn haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich sensible Daten so verschlüsseln lassen sollen, dass nur der vorgesehene Empfänger sie lesen kann – beispielsweise, indem er sich per Irisscan oder Fingerabdruck authentifiziert.
/ Jens Ihlenfeld
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Dr. Rolf Eckmiller vom Bonner Institut für Informatik hat zusammen mit seinen Doktoranden Oliver Baruth und Dirk Neumann ein Verfahren entwickelt, das Informationen mit den biometrischen Daten des Anwenders verschlüsselt. Dabei wird eine Speicherkarte mit den entsprechenden biometrischen Daten in den Rechner eingelegt, der diese sendet. Eine zweite steckt man in den Rechner, um diese wiederum zu empfangen. Auf Seiten des Empfänger werden zudem die entsprechenden biometrischen Daten benötigt.

Die von den Neuroinformatikern entwickelte Software erzeugt mit Hilfe der Informationen in der Speicherkarte eine individuelle Verschlüsselung, die nur vom Besitzer der zweiten Karte geknackt werden kann – und auch nur dann, wenn seine biometrischen Daten mit denen übereinstimmen, die für die Programmierung des Kartenpaares eingesetzt wurden.

Die Verschlüsselung erzeugt dann aus einem zu übertragenden Bild eine wirre Abfolge von Pixeln. "Wir benutzen so genannte spatiotemporale Filter", erklärt Neumann, "dadurch geht die Information für die Lagebeziehung zwischen den Pixeln verloren." Die Verschlüsselung sei dabei nicht umkehrbar. "Durch die einmalige Kombination von Hardware, Software und biometrischen Merkmalen erhalten wir daher eine extrem hohe Verschlüssungssicherheit", verspricht Neumann.

Einsatzmöglichkeiten sehen die Forscher überall dort, wo es auf die diskrete Übermittlung sensitiver Informationen an ganz bestimmte Empfänger ankommt. "Nehmen Sie zum Beispiel ein Faxgerät", so Professor Eckmiller: "Selbst wenn die eigentliche Übertragung nicht abgehört werden kann, besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Faxausdruck selbst in falsche Hände gerät. Bei unserer Methode müsste sich der Empfänger per Fingerabdruck oder Iris-Scan anmelden – sonst würde das Gerät nur Kauderwelsch von sich geben."

Die Wissenschaftler präsentieren ihre Idee, die sie inzwischen zum Patent angemeldet haben, vom 19. bis 24. April 2004 auf der Hannover-Messe in Halle 18 am Stand A02.


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