DRAM-Preise ziehen weiter an - kein Ende in Sicht?
Die Speicherchip-Hersteller setzen laut DRAMeXchange hauptsächlich auf den Spot-Markt, da dort höhere Preise erzielt werden. Nur gute und langfristige Kunden mit Lieferverträgen würden weiterhin Teile erhalten. Im Preis angestiegen sein sollen nicht nur Markenprodukte, sondern auch ungetestete DRAMs (UTT) – sie sollen preislich nur noch 20 bis 30 Cent unter der getesteten Markenware liegen und damit kaum noch Vorteile bieten.
Für die Speicherindustrie kann der Anstieg der Speicherpreise als Erholung des Marktes angesehen werden. Für das zweite Halbjahr sollen größere Lieferkapazitäten durch gesteigerte Fertigung auf 300-mm-Wafern und bessere Ausbeute bei 0.11-Mikron-Fertigung zu erwarten sein – dennoch würde damit der deutlich schneller wachsende Bedarf seitens der PC-Industrie nicht gedeckt werden können, erwartet DRAMeXchange.
Da der Anteil des Speichers an den Gesamtkosten des PC-Systems – ohne Monitor – in der Regel nur bei 5 bis 10 Prozent liege, während die Speicherpreise im Jahr etwa um 30 Prozent sinken würden, führe der Preisanstieg und der damit höhere Kostendruck zu nicht weiter steigenden bzw. geringeren Speicherkapazitäten bei Komplettsystemen.
Der Speichermarkt-Beobachter DRAMeXchange erwartet, dass Kapazitätsengpässe und der hohe Bedarf die Speicherpreise in diesem Jahr neue Preismarken durchstoßen lassen.
Wie ein Blick in den Golem-Preisvergleich markt.golem.de zeigt, schwanken die Preise täglich, steigen aber seit Mitte März 2004 kontinuierlich an.