Nokia enttäuscht mit Umsatzeinbruch
In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies zwar einen Umsatz von 6,6 Milliarden Euro, doch war die Erwartung deutlich höher – Nokia versprach vormals gar einen Umsatzzuwachs von drei bis sieben Prozent. Im Gewinnbereich wurden ebenfalls die Segel gestrichen – man erwartet noch 17 Cent pro Aktie. Das ist das untere Ende der Spanne von vormals prognostizierten 17 bis 19 Euro-Cent.
Die Unternehmensführung musste zugeben, dass es ihr derzeit an attraktiven Produkten im mittleren Segment mangelt – deshalb sei auch der Umsatz mit Handys und im Multimedia-Segment dürftig. Eigentlich entspricht dies nicht dem Markttrend, bei dem durchaus Ausschläge nach oben zu spüren sind.
Nokia selbst teilte mit, dass die Menge der verkauften Handys aller Hersteller binnen eines Jahres um 25 Prozent stieg – das finnische Unternehmen wuchs aber mit 19 Prozent deutlich weniger als der Markt.
Die Situation soll sich im Jahresverlauf ändern, denn Nokia will nun auch die vor allem auf dem asiatischen Markt erfolgreichen Klapp-Handys produzieren, die derzeit hauptsächlich von Sharp, Samsung und Motorola kommen.
An den Börsen haben die schlechten Aussichten von Nokia binnen Tagesfrist für Kurseinbrüche gesorgt – außer bei Nokia selbst, die dramatische Rückgänge verbuchen musste, auch bei anderen Technologieaktien.
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