Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Winamp-Sicherheitslücke erlaubt Ausführung von Programmcode

Aktuelles Winamp 5.03 bereinigt das Problem. Sicherheitsspezialisten von NGSSoftware haben ein Sicherheitsleck in zahlreichen Winamp-Versionen(öffnet im neuen Fenster) entdeckt, worüber Angreifer beliebigen Programmcode auf einem fremden Rechner ausführen und damit die Kontrolle übernehmen können. In der aktuellen Fassung 5.03 von Winamp wurde diese Sicherheitslücke beseitigt, so dass Nutzer älterer Winamp-Fassungen diese aktualisieren sollten.
/ Ingo Pakalski
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das Problem steckt in dem Plug-In "in_mod.dll" von Winamp, worüber von Fasttracker 2 stammende xm-Dateien abgespielt werden. Das Sicherheitsloch überschreibt Speicherbereiche, was das Einschleusen von Programmcode erlaubt, die dann mit den Rechten des angemeldeten Nutzers ausgeführt werden können. Ein Angreifer kann somit eine weit reichende Kontrolle über einen fremden PC erlangen.

Zur Ausnutzung des Sicherheitslochs muss eine entsprechend präparierte Datei nicht die Endung .xm aufweisen, weil das zuständige Plug-In derartige Daten abspielt, sobald der Dateiaufbau korrekt erkannt wurde. Wie die Spezialisten von NGSSoftware weiter berichten, genügt bereits der Besuch einer Webseite, um Opfer eines Angriffs zu werden, da eingebettete xm-Dateien dann automatisch ausgeführt werden.

Die aktuelle Winamp-Version 5.03 weist das Sicherheitsloch nicht mehr auf und steht kostenlos zum Download bereit. Das Sicherheitsleck konnte bis hinunter zu Winamp 2.91 nachvollzogen werden; womöglich sind aber auch ältere Versionen von dem Problem betroffen. Alternativ lässt sich die Wiedergabe von Fasttracker-2-Dateien in den Optionen von Winamp deaktivieren, um nicht Opfer eines Angriffs werden zu können.


Relevante Themen