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Pioneer schreibt Blu-ray-ROMs per Elektronen-Strahl

Neue Laufwerkstechnik für das Mastering von DVD-Nachfolgern. Seit 1993 forscht Pioneer an einem hochgenauen Electron Beam Recorder (EBR) für optische Medien der nächsten Generation. Nun hat das Unternehmen das erste kommerziell verfügbare Gerät dieser Art vorgestellt - und will damit etwa die einfachere Produktion von Blu-ray- oder HD-DVD-ROMs mit Speicherkapazitäten bis 50 GByte möglich machen.
/ Christian Klaß
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Im herkömmlichen Mastering-Prozess optischer Medien werden bisher Laser-Beam-Recorder (LBR) mit Ultraviolett- (UV) oder Tief-Ultraviolett-Lasern (Deep-UV) genutzt. Pioneers EBR nutzt hingegen einen Elektronenstrahl als Schreibstrahl, um den Strahldurchmesser stark zu verringern und somit im Vergleich zu LBRs noch kleinere Schreibmuster zu erzielen. Eine spezielle und bereits für die Laser-Disc-Produktion entwickelte Positionierungstechnik soll für eine sehr präzise Ausrichtung des EBR sorgen. Gemastert werden können optische 12-cm-Discs wie Blu-ray, aber auch "Discrete Track Media"- und "Patterned Media"-High-Density-Festplatten, die laut Pioneer als vielversprechende Zukunftstechnik eingeschätzt werden.

Die seit über zehn Jahren entwickelte Technik hat Pioneer u.a. schon auf wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert. Anfang April 2004 soll der EBR ausgeliefert werden, die Nachfrage sei schon im Vorfeld sehr groß für die Technik gewesen. Für die Zukunft hat Pioneer eine weitere Anhebung der möglichen Speicherkapazität in Aussicht gestellt. Noch sind allerdings nicht einmal Blu-ray-Medien erhältlich, die 50 GByte auf einer Seite der 12-cm-Scheiben unterbringen.


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