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Attac verurteilt Klagen der Musikindustrie

Pauschalgebühren als Alternative zur Kriminalisierung. Die Arbeitsgemeinschaft Wissensallmende des globalisierungskritischen Netzwerks Attac verurteilt die Klagen der deutschen Musikindustrie gegen Nutzer von Internet-Tauschbörsen und schließt sich dem Boykottaufruf des Chaos Computer Clubs (CCC, Hamburg) gegen die Musikindustrie an. Um dennoch die KünstlerInnen in der digitalen Welt für ihre Tätigkeit angemessen entlohnen zu können, schlägt Attac die Ausweitung des bestehenden Systems von Pauschalgebühren vor.
/ Jens Ihlenfeld
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"Normale Bürger werden wie Verbrecher behandelt", empört sich Oliver Moldenhauer von der Attac AG Wissensallmende und freier Informationsfluss. Das Urheberrecht solle als ausgleichende Kraft zwischen den Interessen der Urheber und der Öffentlichkeit wirken, doch diese Balance sei durch die zahlreichen Gesetzesverschärfungen der letzten Jahrzehnte völlig verloren gegangen, so Attac.

Diese Einseitigkeit bewirke auch, dass das Urheberrecht in der jetzigen Form von der Bevölkerung nicht akzeptiert werde. Wer es dennoch durchsetzen will, müsse große Teile der Bevölkerung kriminalisieren und als Verbrecher behandeln.

Die Attac-AG schließt sich daher auch dem Boykottaufruf des Chaos Computer Club an. "Wer seine eigenen Kunden kriminalisiert und mit Strafverfahren überzieht, kann nicht erwarten, dass seine Produkte auch noch gekauft werden", so Moldenhauer weiter.

Man sei sich aber bewusst, dass Künstlerinnen und Künstler auch im digitalen Zeitalter angemessen für ihre Tätigkeit entlohnt werden müssten, eine Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung sei aber der völlig falsche Weg, auf dem letztendlich alle verlieren werden, warnt Attac. Daher fordern die Globalisierungskritiker, das bestehende System von Pauschalabgaben auszuweiten und dafür im Gegenzug Privatkopien und das Tauschen von Inhalten über das Internet zu gestatten. Mit dem zusätzlich eingenommenen Geld sollen Künstler für Einkommensausfälle entschädigt werden.


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