IBM: Von Open Software zu Open Hardware
IBM will mit einem erweiterten Lizenzprogramm breiten Zugang zu den Prozessoren gewähren, um so eine neue offene Community ins Leben zu rufen, für die IBM zudem neue Service-Center sowie neue kostenlose Design-Tools bereitstellt. Zudem will IBM ein offenes Governance-Modell für die künftige Entwicklung der Power-Architektur ins Leben rufen und es auch Chip-Foundries erlauben, Power-Prozessoren herzustellen.
Mit Sony konnte IBM zudem einen neuen namhaften Lizenznehmer für seine Power-Prozessoren vorstellen. Das Unternehmen will die Chips in einer breiten Zahl von Geräten einsetzen.
Unter anderem will IBM ein neues Portal für die "Power Architecture Community" einrichten und mit dem "Power Architecture Pack" ein Paket von kostenlosen Evaluations-Kits für Designer anbieten. Damit soll es möglich sein, eigene Power-Chips zu entwickeln und diese in einer Simulation zu testen. Auch will IBM weltweit so genannte "Power Architecture Center" einrichten, in denen Hilfestellung bei Prozessor-Designs zur Verfügung stehen soll, zunächst durch IBM-Ingenieure, später aber auch durch zertifizierte Drittanbieter. Eine neue Software soll es zudem erlauben, dass Entwickler eigene Chip- und Gehäuse-Designs zusammenfügen können.
IBM gab aber auch einen Ausblick auf Funktionen, die sich in künftigen Power-Prozessoren finden sollen. Dr. Bernard Meyerson, Chef-Techniker bei IBMs Systems & Technology Group, zeigt auf der Veranstaltung "Power Everywhere" Power-Chips, die sich physisch rekonfigurieren können, um so mehr Speicher oder zusätzliche Beschleuniger einzubinden, um ihre Leistung oder Stromverbrauch auf spezifische Applikationen zu optimieren. Auch demonstrierte IBM erstmals den kommenden POWER5-Prozessor, auf dem in verschiedenen Mikropartitionen unterschiedliche Betriebssysteme laufen können.
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