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Rubens-Cluster in Siegen offiziell eingeweiht

256-CPU-Cluster für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Mit einem Finanzaufwand von rund einer Million Euro ist die Rechnerkapazität der Universität Siegen soweit ausgebaut worden, dass nach ersten Messungen in der Liste der Top-500-Rechner weltweit eine Platzierung des neuen Systems um Platz 225 erreicht wird. Seit Ende Januar 2004 wird das Cluster-System mit 256 Prozessoren des Typs AMD Opteron im Siegener Hochschulrechenzentrum installiert und im Testbetrieb genutzt.
/ Andreas Donath
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Insgesamt verfügt das System über 256 GByte Hauptspeicher und 20 Terabyte Festplattenspeicher. An der Universität Siegen besteht der Hunger für entsprechende Rechenleistungen vor allem in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen sowie der Wirtschaftsinformatik.

Ziel der Siegener Wirtschaftsinformatik ist die Erforschung der notwendigen Grundlagen zur Bereitstellung von Hardware (z.B. Hochleistungsrechner) und Software-Ressourcen (z.B. Programme zur Simulation) über Unternehmensgrenzen hinaus. Das neu installierte Cluster-System soll dabei ein Baustein für eine vernetzte Infrastruktur sein, die über den Standort Siegen hinaus Plattform für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Unternehmen und Kooperationen mit Universitäten bundesweit werden soll.

Ein Beispiel für die Anwendungsbereiche des Cluster-Rechners ist die Simulation und Optimierung komplexer Fertigungsprozesse in der Umformtechnik im Rahmen einer Forschungskooperation des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Uni Siegen mit Unternehmen der mittelständischen Automobilzulieferindustrie im Wirtschaftsraum Siegen/Olpe.

Da sich für ein Institut oder einen Fachbereich die Anschaffung eines Clusters dieser Größenordnung nicht lohnte, wurde ein Antrag mehrerer Fachbereiche unter Federführung des Leiters des "Forschungsinstituts für Multidisziplinäre Analysen und Angewandte Systemoptimierung (FOMAAS)", Prof. Dr. Wolfgang Wiechert, formuliert und die Anschaffung von der Rechnerkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) befürwortet. Aufgebracht wurden die nötigen Mittel vom Bund zu 85 Prozent und von der Universität zu 15 Prozent im Rahmen des Hochschulbauförderungsprogramms.


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