Zum Hauptinhalt Zur Navigation

US-Staatsanwalt kritisiert Microsoft-Entscheidung der EU

Entfernung des Media-Player könne unabsehbare Konsequenzen haben. Der stellvertretende US-General-Staatsanwalt für Kartellfragen, R. Hewitt Pate, hat die Entscheidung der EU-Kommission gegen Microsoft kritisiert. In einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) sprach sich Pate vor allem gegen die Forderungen der EU aus, Microsoft solle eine Version von Windows ohne Media-Player anbieten.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Entfernung des Media-Players aus Windows könne unter Umständen auch andere Unternehmen treffen und zu nicht absehbaren Konsequenzen führen, so Pate, der darauf hinweist, dass eine Entfernung von Teilen aus Windows im US-Kartellprozess gegen Microsoft nie Gegenstand war.

Auch die hohe Strafzahlung in Höhe von 497,2 Millionen Euro, die die EU von Microsoft fordert, sieht Pate als unglücklich an. Es handle sich um die höchste Strafe, die je von der EU verhängt wurde und sie übersteige auch die Strafen, die gegen die offenkundigsten Preis-Kartelle verhängt wurden.

In den Forderungen der EU nach der Offenlegung von Schnittstelleninformationen hingegen sieht Pate Ähnlichkeiten mit den Auflagen, die man Microsoft in den USA gemacht hat. Man müsse aber hier abwarten, wie die Forderungen der EU konkret umgesetzt werden sollen.


Relevante Themen