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Studie: File-Sharing ist gut für die Gesellschaft

File-Sharing hat keinen statistisch signifikanten Effekt auf Plattenverkäufe. File-Sharing hat so gut wie keinen Einfluss auf die Plattenverkäufe, zu diesem Schluss kommt eine Studie von Felix Oberholzer, Professor an der Harvard Business School, und Koleman Strumpf, Professor an der Universität North Carolina in Chapel Hill(öffnet im neuen Fenster), die die Effekte von File-Sharing auf Plattenverkäufe statistisch untersucht hat.
/ Jens Ihlenfeld
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Untersucht wurden die Verkäufe von insgesamt 500 Alben, die in acht Genres in der zweiten Jahreshälfte 2002 in den USA verkauft wurden und es in dieser Zeit in die jeweiligen, wöchentlich erscheinenden Charts von Nielsen SoundScan geschafft haben. Als Tauschbörse wurde OpenNAP genutzt, da sich auf Grund der zentralen Struktur die Nutzung hier gut überwachen ließ.

Die beiden Wissenschaftler kommen dabei zu dem Schluss, dass File-Sharing keinen statistisch signifikanten Einfluss auf den Verkauf eines "durchschnittlichen" Albums hat. Zudem lassen sich die deutlichen Umsatzeinbrüche der Musikindustrie nur zu einem kleinen Teil überhaupt durch File-Sharing erklären.

Für Alben von Superstars lässt sich sogar ein minimal positiver Effekt von File-Sharing auf die Verkäufe feststellen. Für kleine, eher unbekannte Künstler hingegen stellen die Wissenschaftler einen minimal negativen Effekt fest. Aber auch dieser sei statistisch nicht signifikant.

Oberholzer und Strumpf gehen in ihrer Analyse aber noch einen Schritt weiter. Wenn, so die beiden, File-Sharing keinen negativen Einfluss auf das Geschäft der Musikindustrie hat, so muss File-Sharing doch einen positiven Einfluss auf die Wohlfahrt der Gesellschaft insgesamt haben. Schließlich steigt der Musikkonsum insgesamt an. Milliarden von getauschten Dateien ließen sogar auf einen sehr hohen Wohlfahrtsgewinn schließen, so Oberholzer und Strumpf.


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