Forscher bringen Kohlenstoff-Nanoröhren zum Leuchten
Bislang wird nur infrarotes Licht von den Nanoröhren abgestrahlt. Forscher am Brookhaven National Laboratory, das zum US-Energieministerium gehört, haben zusammen mit Forschern des IBM T.J. Watson Research Center einzelne Kohlenstoff-Nanoröhren zum Leuchten gebracht. Nach Angaben der Forscher hat man damit den bislang kleinsten elektronisch kontrollierbaren Licht-Emitter entwickelt.
Die Forscher nutzen dabei einen Effekt namens "Elektronen-Loch-Rekombination". Eine elektronische Ladung wird durch eine Kohlenstoff-Nanoröhre geschickt, die mit positiv geladenen "Löchern", Molekülen, denen Elektronen fehlen, versehen ist. Wenn ein solches Elektron nun ein solches Loch füllt, emittiert es ein Photon – einen winzigen Lichtstrahl.
Derzeit können die Forscher allerdings nur Infrarot-Licht erzeugen, sie hoffen aber, in ihren weiteren Arbeiten Möglichkeiten zu finden, auch andere Lichttypen zu emittieren, auch sichtbares Licht. Gelingt es zudem, dabei die Effizienz zu steigern, könnte der Effekt genutzt werden, um Licht in größerem Umfang zu erzeugen.