Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Nokia verramscht N-Gage

Ohne Vertrag und Sim-Lock bei Lidl. Der Lebensmitteldiscounter Lidl verkauft ab Donnerstag, dem 1. April 2004 das Spiele-Handy Nokia N-Gage zu einem recht niedrigen Preis ohne Vertrag, ohne Sim-Lock oder sonstige Einschränkungen. So benötigt man nur noch eine funktionsfähige Sim-Karte, um es nutzen zu können.
/ Andreas Donath
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Spiele-Cartridges gibt es ebenfalls bei Lidl – Tomb Raider mit Lara Croft und Tony Hawk's Pro Skater kosten jeweils 19,99 Euro. In der Regel kosten die Spiele 30,- bis über 40,- Euro.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Das N-Gage-Display hat eine Auflösung von 176 x 208 Pixeln und kann 4.096 Farben darstellen. Das auf dem Handy-Betriebssystem Symbian Series-60 aufbauende Gerät verfügt über Bluetooth und eine USB-Schnittstelle. Per Bluetooth können mehrere Spieler gegeneinander spielen – ansonsten ist das Handy eine kleine tragbare Spielkonsole, die mit einem Steuerkreuz und einigen Zusatztasten versehen wurde.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Das N-Gage ist GPRS- und MMS-fähig und kann Java-Applikationen ausführen. Ein UKW-Empfänger ist ebenfalls integriert, so dass man unterwegs auch noch Radio hören kann. MP3- und AAC-Dateien können auch abgespielt werden. Im Empfangsmodus hält der Akku nach Herstellerangaben rund 7 Tage. Das Nokia N-Gage misst 133,7 x 69,7 x 20,2 mm und wiegt leer 137 Gramm.

Gegenüber der Financial Times Deutschland räumte Nokia-Chef Jorma Ollila im Feburar 2004 ein, dass die Umsätze mit dem Spiele-Handy im unteren Bereich dessen lägen, was sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt habe. In einem Zeitraum von zwei Jahren wollte Nokia 9 Millionen Geräte an die Leute gebracht haben. Dieses Ziel scheint nun vorerst in weite Ferne gerückt zu sein.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

In den USA gab es bereits kurz nach Markteinführung dramatische Preisnachlässe, um die schleppende Nachfrage halbwegs anzukurbeln. Weltweit soll auf jedes verkaufte N-Gage nur ein verkauftes Spiel gekommen sein – für Spiele-Publisher ein Desaster.

Nicht überraschend ist es deshalb, dass nun erste Gerüchte über einen N-Gage-Nachfolger die Runde machen, der auf der US-Spielefachmesse E3 2004 im Mai gezeigt werden soll. Mit dem "N-Gage 2" sollen Spiele endlich ohne Akku-Entnahme gewechselt und auch telefoniert werden können, ohne dabei durch ungewöhnliche Gerätehaltung ("Sidetalkin'(öffnet im neuen Fenster)") aufzufallen.

Im Test von Golem.de vom November 2003 konnte das N-Gage durch einige gute Ansätze überzeugen, die allerdings in vielen Punkten unzureichend in die Praxis umgesetzt wurden. So konnten weder die Handy-Funktionen noch die Spielemöglichkeiten wirklich überzeugen.

Das Nokia N-Gage kostet bei Lidl 159,- Euro. In ähnlicher Preislage ist das Gerät zwar auch in diversen Onlineshops gelistet, nur kommen dort noch teilweise happige Versandgebühren hinzu.

Ob die nächste Lidl-Filiale das Handy führt, kann auf der Homepage des Discounters nach Eingabe der eigenen Postleitzahl überprüft werden.


Relevante Themen