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Microsoft: Neue Dokumente sollen unfaire Praktiken belegen

Microsoft soll seinen Konkurrenten Go aus dem Markt gedrängt haben. Im Rahmen einer Sammelklage von Kunden gegen Microsoft in Minnesota sind jetzt neue Dokumente aufgetaucht, die die Geschäftspraktiken von Microsoft Anfang der 90er-Jahre fragwürdig erscheinen lassen. Microsoft soll mit unfairen Methoden erfolgreich versucht haben, mit "Go" einen Anbieter von mobilen Betriebssystemen aus dem Markt zu drängen, das berichtet die New York Times.
/ Jens Ihlenfeld
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Unter anderem wurde in Rahmen der Sammelklage eine E-Mail vom damaligen Microsoft-Chef Bill Gates an Intel-Chef Andrew S. Grove veröffentlicht, in der Gates zum Ausdruck bringt, dass Microsoft eine Beteiligung von Intel an Go als aggressiven Angriff auf sich selbst verstehen würde. Intel habe kurz darauf seine Pläne bezüglich Go verändert und statt 10 Millionen US-Dollar nur 2 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert sowie darauf bestanden, dass die Beteiligung geheim bleibt, so die New York Times(öffnet im neuen Fenster).

Darüber hinaus sollen Unterlagen belegen, dass Microsoft Informationen aus technischen Dokumenten von Go verwendet hat, auf die Microsoft eigentlich keinen Zugriff hätte haben dürfen.

Das von Jerry Kaplan, einem ehemaligen Lotus-Entwickler gegründete Unternehmen Go, an dem auch IBM und AT&T beteiligt waren, wollte mit PenPoint ein Betriebssysten für eine Art Tablet-PC entwickeln. Microsoft hatte daraufhin unter dem Codenamen Windows-H begonnen, eine eigene Software in Konkurrenz zu PenPoint zu entwickeln. Nachdem Go 1993 von AT&T übernommen wurde, die 1994 ihr Engagement in diesem Bereich einstellten, begrub auch Microsoft seine Pläne bezüglich Windows-H.


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