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Öffentlich-Rechtliche sollen Online-Angebote einschränken

VPRT: Angebote von ARD und ZDF im Bereich 'Mobile Dienste' verzerren Wettbewerb. Die im Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) zusammengeschlossenen Online-Unternehmen haben anlässlich der CeBIT 2004 die Ausweitung der öffentlich-rechtlichen Angebote im Internet und über 'Mobile Dienste' heftig kritisiert.
/ Andreas Donath
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Die Unternehmen im VPRT setzen sich vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Erhöhung der Rundfunkgebühr und einer Strukturreform bei ARD und ZDF dafür ein, die Aufwendungen von ARD und ZDF im Online-Bereich auf 0,3 Prozent der Anstaltsaufwendungen (inklusive technischer Kosten) zu beschränken und volle Transparenz über den Einsatz von Gebührenmitteln für kommerzielle Aktivitäten der Rundfunkanstalten in diesem Bereich zu schaffen.

Die ARD wurde bespielsweise mit dem Angebot "tagesschau.de" an prominenter Stelle des Mobilfunk-Portals "Vodafone-Live" gelistet. Auf den ARD-Seiten wird ausdrücklich betont, dass keine Channel-Gebühren erhoben werden. Andere Angebote im mobilen Portal "Vodafone live!", z.B. N24, DPA News Ticker, Spiegel Online, FOCUS, FAZ.net oder RP-online, sind dagegen nur gegen Entgelt zu beziehen. Auf der Website "www.tagesschau.de" werden die 'Mobilen Dienste' beworben. Dabei werden die Angebote "i-mode" von E-Plus sowie "Vodafone live!" exklusiv herausgestellt.

Das ZDF bietet zum Beispiel den Informationsdienst WISO SMS2mail an. Per kostenpflichtiger SMS kann die Zusendung einer wöchentlich aktualisierten E-Mail mit "aktuellen Tipps" zu vier Themenbereichen bestellt werden. Dieser Service kostet bei E-Plus 1,60 Euro, bei allen anderen Anbietern, beispielsweise Vodafone, beträgt die Gebühr 1,49 Euro.

Dr. Marcus Englert, Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichs Multimedia des VPRT: "Genau wie im Online-Bereich bauen ARD und ZDF ihre Angebote nun auch bei den 'Mobilen Diensten' kontinuierlich aus. Sie setzen dabei ihre von der Allgemeinheit durch die Rundfunkgebühr finanzierten Inhalte in sich entwickelnden Märkten ein, in denen privatwirtschaftliche Unternehmen ihre Angebote im Wettbewerb um Nutzer und Werbung refinanzieren müssen. Durch diese ungebremste Expansion von gebührenfinanzierten Inhalten wird es nun auch im Mobilmarkt zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen durch ARD und ZDF kommen. Wir betrachten die Entwicklung vor allem vor dem Hintergrund erst langsam greifender neuer Technologien, wie UMTS und DVB-H, mit großer Sorge. Diese muss im Rahmen der aktuellen Diskussion der Länder über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seiner Finanzierung mit hoher Priorität effektiv korrigiert werden."


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