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EU: 497,2 Millionen Euro Strafe für Microsoft

Microsoft muss Windows ohne Media-Player anbieten und Schnittstellen offen legen

Die Europäische Kommission hat am heutigen Mittwoch die Strafe in ihrem Verfahren gegen Microsoft wegen Markt-Missbrauchs festgesetzt. Microsoft muss ein Bußgeld in Rekordhöhe von 497,2 Millionen Euro zahlen. Zudem muss Microsoft innerhalb von 120 Tagen Schnittstellen offen legen und innerhalb von 90 Tagen eine Windows-Version ohne Media-Player anbieten.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Europäische Kommission kam nach fünfjährigen Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass Microsoft durch Ausdehnung ihres Quasi-Monopols bei Betriebssystemen für PCs auf den Markt für Betriebssysteme für Arbeitsgruppenserver und den Markt für Medienabspielprogramme gegen europäisches Wettbewerbsrecht (Artikel 82 EG-Vertrag) verstoßen hat. Da das rechtswidrige Verhalten nach wie vor andauert, hat die Kommission angeordnet, dass Microsoft innerhalb von 120 Tagen die Schnittstellen offen legen muss, die die Wettbewerber benötigen, damit ihre Produkte mit dem allgegenwärtigen Betriebssystem Windows "kommunizieren" können.

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Außerdem verlangt die Kommission, dass Microsoft innerhalb von 90 Tagen PC-Herstellern bzw. Endnutzern die Möglichkeit gibt, das Windows-Betriebssystem auch ohne den Windows Media Player zu erwerben. Außerdem wird gegen Microsoft eine Geldbuße in Höhe von 497,2 Millionen Euro wegen Missbrauchs seiner Marktmacht in der Europäischen Union verhängt.

"Beherrschende Unternehmen haben eine besondere Verantwortung, die sie zu einem Geschäftsgebaren verpflichtet, das echten Wettbewerb zulässt und nicht verbraucher- und innovationsfeindlich ist", erklärte der für Wettbewerb zuständige EU-Kommissar Mario Monti. "Die heutige Entscheidung stellt sicher, dass auf den betroffenen Märkten wieder ein fairer Wettbewerb stattfinden kann und stellt klare Spielregeln für das künftige Verhalten eines Unternehmens in einer derart beherrschenden Stellung auf", so Monti.

Microsoft missbrauche seine Marktmacht, indem es bewusst die Dialogfähigkeit zwischen dem Windows-Betriebssystem für PCs und nicht von Microsoft stammenden Arbeitsgruppenservern einschränkte. Microsoft missbrauche seine Marktmacht beim PC-Betriebssystem darüber hinaus, indem es seinen keinesweges konkurrenzlosen Windows Media Player (WMP) an das allgegenwärtige Windows-Betriebssystem koppele, so die Kommission.

"Durch dieses widerrechtliche Verhalten konnte sich Microsoft eine beherrschende Stellung bei Betriebssystemen für Arbeitsgruppenserver dem Herzstück eines unternehmensinternen IT-Netzes sichern, wobei die Gefahr besteht, dass der Wettbewerb auf diesem Markt insgesamt ausgeschaltet wird", heißt es dazu in einer Mitteilung der EU-Kommission. Außerdem sei durch das Verhalten von Microsoft auch der Wettbewerb bei multimedialer Abspielsoftware erheblich geschwächt worden.

Das fortwährende missbräuchliche Verhalten Microsofts bremse die Innovationsbereitschaft und gehe zu Lasten des Wettbewerbs und der Verbraucher, die dadurch letztlich weniger Auswahl haben und höhere Preise zahlen müssen, begründet die Kommission ihre Entscheidung.



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Blindside 25. Mär 2004

Das liegt wohl am vorherrschenden Monopol. Ist natürlich auch eine Frage der...

Jack Klein 25. Mär 2004

Das ist schon richtig , jedoch sind jetzt schon fast alle anderen Betriebssysteme um...

Genau_so 25. Mär 2004

So genau ist es: Wer dort bei der EU solche unsinnigen Verfahren anstrengt, ist dort fehl...

Tach 25. Mär 2004

Du hast massive Wahrnehmungsstörungen: --snip-- Standard mit einem T. Dafür kriegste nen...

Blindside 25. Mär 2004

Niemand, aber wenn es beim gleichen Preis bleiben sollte, sollte der Endkunde mal...


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