Spieletest: Knights of the Temple - Hack&Slay-Ritter-Action
Spiel von TDK Mediactive für PC und Xbox. Das Mittelalter muss immer wieder als Hintergrundszenario für nicht unbedingt historisch korrekte, dafür aber umso geheimnisvollere und brutale Spiele und Filme herhalten. Ähnlich ist es auch in Knights of the Temple von TDK Mediactive: In der Rolle des Tempelritters Paul soll man die holde Adelle befreien – und muss auf dem Weg dahin natürlich unzähligen Monstern und Ungläubigen die Rübe abschlagen, um letztendlich das Gute siegen zu lassen.
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Die zuständigen Entwickler der Starbreeze-Studios sind keine Unbekannten mehr – mit Enclavekonnten sie schon einmal mit einem optisch opulenten, spielerisch auf Dauer allerdings etwas eintönigen Action-Adventure von sich reden machen. Knights of the Temple spielt sich prinzipiell sehr ähnlich wie Enclave: Als Paul konfrontiert man die Massen von Gegnern von Beginn an mit dem eigenen Schwert, später kann dann auch immer wieder zu anderem Kampfgerät wie einer Axt oder einem Bogen greifen, um die Gefechte für sich zu entscheiden.
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Rollenspielelemente gibt es in Knights of the Temple keine, zumindest ist Paul aber lernfähig – mit zunehmendem Spielfortschritt verfügt man auch über beeindruckendere Kombos, die vor allem optisch hübsch anzusehen sind. Magie spielt ebenfalls eine Rolle – die eine oder andere Zauberkraft hilft Paul ebenfalls dabei, die vermeintlich unschuldige Dame aus den Fängen des satanischen Gegenspielers zu befreien.
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Für körperliche Betätigung ist also in den 25 Leveln an den verschiedenen Schauplätzen wie dunklen Burgverliesen oder düsteren Schlachtfeldern jederzeit gesorgt, Gehirnschmalz verlangt man dem guten Paul allerdings kaum ab – die Rätsel sind sehr spärlich und meist so simpler Natur, dass sich niemand überfordert fühlen dürfte. Zumindest darf man Fässer und andere Objekte nach hilfreichen Gegenständen wie Heilsalben absuchen.
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Optisch ist das Spiel hübsch anzusehen – die Szenarien sind zwar meist recht dunkel, dank sehr geschmeidiger Animationen und schöner Licht- und Schatteneffekte ist aber für die richtige Grusel-Atmosphäre gesorgt. Ein wahrer Spielspaß-Killer sind dafür einmal mehr die schon von vielen Entwicklern erfolglos eingesetzten fixen Kamera-Perspektiven: Immer wieder verliert man die Übersicht und schlägt ins Leere oder aber man rennt an den wichtigen Personen oder Objekten vorbei und irrt orientierungslos über die Schlachtfelder.
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Noch schwerer ins Gewicht fällt leider die mangelnde spielerische Abwechslung: Natürlich ist es schön mit anzusehen, wie der Waffen- und Bewegungsschatz von Paul mit der Zeit anwächst, immer nur dieselben stupiden Gegner-Horden abzumetzeln ist auf Dauer aber kein besonders spaßiges Unterfangen. Die zahlreichen Videosequenzen erzählen zwar die Geschichte stilvoll weiter, da sich hinsichtlich des Gameplays aber auch mit der Zeit nichts ändert, lässt die Motivation leider schnell und dramatisch nach.
Knights of the Temple ist für Xbox und PC im Handel erhältlich. Eine Umsetzung für Nintendos GameCube soll Ende März 2004 ebenfalls erscheinen, diese Version lag uns allerdings nicht zum Test vor.
Fazit: Man muss schon sehr von seinem christlichen Glauben angetrieben sein, um hier bis zum Schluss durchzuhalten – weniger überzeugte Tempelritter werden wohl nach den ersten drei bis vier Stunden Spielzeit die Zelte abbrechen. Denn was die Entwickler an grafischer Opulenz zu bieten haben, lassen sie an spielerischer Abwechslung vermissen – auf Dauer ist dieses Hack&Slay zwar sehr gelungen inszeniert und schön anzuschauen, irgendwie aber auch ziemlich langweilig.