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Criterion bringt Renderware 4 und unterstützt PSP

Neue Renderware-Version mit besserer Grafik- und Physik-Engine angekündigt

Auf der am Montag, dem 22. März 2004 in San Jose gestarteten Game Developers Conference (GDC) hat der Games-Middleware-Anbieter Criterion einen Ausblick auf die kommende vierte Version seines plattformübergreifenden Spiele-Entwicklungspakets Renderware für PC und Konsolen gewährt. Außerdem wird hinter verschlossenen Türen auch ein Entwickler-Kit für Sonys tragbares Videospielsystem PSP gezeigt.

Renderware 4 soll Entwicklungsteams bei der Planung, Verwaltung und Durchführung ihrer künftigen Spieleprojekte helfen und dank einer komplett überarbeiteten Grafik-Engine auch neue Hardware ausreizen. Der besonders schlanke Renderkern von Renderware 4 soll aber auch auf aktueller Hardware eine höhere 3D-Leistung bieten. Eine "Asset Conditioning Pipeline" (ACP) soll die Grafikqualität der im Spiel gezeigten Objekte optimal auf die jeweils verwendete Hardware anpassen und dabei auch auf zukünftiger Hardware skalieren.

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Insgesamt sollen die Verbesserungen Spiele mit deutlich komplexeren, abwechslungsreicheren und detaillierteren 3D-Welten ermöglichen, als es mit dem bisherigen Renderware 3 der Fall war. Renderware 4 wurde laut Adam Billyard, dem Criterion-CTO, direkt auf das ausgerichtet, was Spiele der nächsten Generation beinhalten würden: riesige Daten-Sets, parallele Architekturen und enorme Mengen von Grafikeffekten.

Bereits am Anfang der Entwicklung von Renderware 4 im Jahr 2002 sei aufgefallen, dass eine einfache Erweiterung der Vorgängerversion auf Grund der zu erwartenden Schubs in der Hardware-Entwicklung nicht ausgereicht hätte und deshalb sei Renderware 4 von Grund auf neu programmiert. Bis dato gibt es laut Criterion über 500 mit Renderware entwickelte Spiele.

Neben der Grafik soll Renderware 4 auch in den Bereichen Physik-Simulation, künstliche Intelligenz und Audio verbessert worden sein. Teil der Renderware-4-Physik wird etwa die neu vorgestellte Physik-Engine "Dynamics" sein, die dank komplett neuer Herangehensweise nicht nur 10- bis 20-mal so viele dynamische Objekte berücksichtigen könne wie bisher üblich, sondern dabei auch bei hoher Systemauslastung noch präzise Ergebnisse in Echtzeit liefern soll.

Unterstützt werden dabei moderne Multiprozessor-Architekturen, womit nicht unbedingt der PC, sondern vielmehr neue Plattformen wie der PlayStation-2-Nachfolger und Co. gemeint sein werden. Dynamics soll realistisch bewegte und aufeinander einwirkende Objekte nicht nur an bestimmten Stellen, sondern im gesamten Spiel ermöglichen und dieses damit für den Spieler glaubwürdiger machen.

Renderware 4 wurde für das 3. Quartal 2004 angekündigt. Neben den bisher unterstützten Plattformen wie PC, GameCube, PlayStation 2 und Xbox soll in Zukunft auch noch Unterstützung für tragbare und datenfunkfähige Videospielsysteme hinzukommen. Während der GDC zeigt Criterion etwa erstmals die entsprechenden Entwicklungs-Tools für Sonys PSP; das Handheld-Gerät soll Ende 2004 in Japan auf den Markt kommen, für USA und Europa soll es auf Frühjahr 2005 verschoben sein.

Ebenfalls auf der GDC vorgestellt wurde Renderware Studio 2, ein neues Game-Authoring-System, mit dem sich komplexe Titel inkl. Zwischensequenzen entwickeln und verwalten lassen sollen. Für schnelle Prototypen-Entwicklung wird das erste "RenderWare Studio Genre Pack" integriert, mit dem sich First-Person-Shooter-Konzepte schnell in Rohform gießen und mit einer fertigen Spieleengine präsentieren lassen sollen. Mit Tools wie dem "Universal Sequencer" sollen sich "gescriptete" Verhaltensmuster stricken und wiederverwenden lassen. Der Entwickler mit Studio 2 soll die direkte Kontrolle über das komplette Spiel haben, verspricht Criterion. Selbst die Benutzeroberfläche von Studio 2 soll an die eigenen Wünsche angepasst werden können. Studio 2 soll am 30. April 2004 erscheinen.

Im Bereich Handy-Spiele ist Criterion mit Renderware Mobile ebenfalls vertreten - neu ist hier die zur GDC angekündigte Unterstützung auch der neuen Handy-Chips von Intel, Texas Instruments und Renesas Technology.


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